Fast gleichzeitig werden drei interessante Publikationen über diese traditionsreiche Sportart erscheinen:




Urs Huwyler, Könige, Eidgenossen und andere Böse. Schwingen ein Volkssport
wird trendig
 
AT Verlag
180 Seiten Fr. 44.00

Keine andere Sportart hat während der vergangenen Jahre einen ähnlichen Image-Gewinn erlebt wie das folkloristische Schwingen. Aus den belächelten Alphirten und übergewichtigen Sennen in "tannigen" Hosen sind durchtrainierte Modellathleten geworden. Die Könige und Kranzgewinner an den Eidgenössischen Schwing- und Älplerfesten gehören inzwischen quer durch alle Schichten der Gesellschaft zu den bekanntesten und beliebtesten Persönlichkeiten. Und dies obwohl in der weiterhin werbefreien Sägemehl-Arena nicht gerockt, sondern wie zu Zeiten der Vorfahren Alphorn geblasen und gejodelt wird.
Das Buch nimmt das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2010 in Frauenfeld zum Anlass, um vor und hinter die "Hosenlupf"-Szene zu blicken. Aus welchem familiären und beruflichen Umfeld stammt der typische Schwinger? Weshalb ist ein "Eidgenössisches" ebenso schnell ausverkauft wie ein Konzert von AC/DC oder U2? Wirkt sich der Boom positiv auf die Nachwuchsförderung aus? Wofür braucht es im Männersport einen "Wyberhaken"? Wird sich der Schwung im traditionellen Nationalsport weiter halten können? Antworten auf diese und andere Fragen liefert das umfassende und reich bebilderte Werk über den trendig gewordenen Volkssport.


Thomas Renggli, Schwingen. Ein Schweizer Phänomen

 
Faro
160 Seiten, 50 Farbfotos Fr. 36.50

Instinkt, Kraft und Taktik: Schwingen ist der Schweizer Volkssport Nr. 1! Wo archaische Urkraft und Moderne sich treffen Schwingen ist der Schweizer Volkssport Nummer 1 und erfreut sich nicht nur in konservativen Kreisen großer Beliebtheit. Heute pilgern urbane Intellektuelle genauso zum Schwingfest wie die unternehmungslustige Landjugend. Was macht diesen Sport so faszinierend? Welche archaischen Muster klingen an? Thomas Renggli hat sich in der Szene umgesehen. Sein Buch spannt den Bogen von der Historie und den Helden über Rituale und Regeln bis hin zu Kuriosem wie Schwingerhose und Sägemehl.


Hosenlupf. Eine freche Kulturgeschichte des Schwingens. Hrsg. von
Stephan Pörtner
 
Walde & Graf
240 Seiten, Fr. 58.00

Vom alten Zweikampf für kräftige Sennen und Älpler hat sich das Schwingen heute zu einem Hochleistungssport für durchtrainierte Athleten gewandelt. Und doch haben sich beim Schwingen und den traditionellen Schwingfesten Bräuche und Rituale erhalten, die eng mit der Schweizer Identität verbunden sind. für die einen ist dieser Sport - und alles was damit zusammenhängt - daher ein Stück gute alte Schweiz, für die Anderen eine Spielwiese ewig Altgestriger! Aber was ist es wirklich? Autoren wie Peter Bichsel, Michèle Roten und Milena Moser gehen dem Mythos auf den Grund und in zahlreichen Essays und Interviews kommen heutige und frühere Schwingerkönige, Kampfrichter und Verbandsaktive zu Wort, und ein Blick in die Geschichtsbücher fördert zahlreiche skurrile, unterhaltsame und höchst interessante Anekdoten, Fakten und Zitate zutage. Illustriert wird das Buch von bekannten Schweizer Comic-Künstlern und Illustratoren. Für viele ist es die erste Tuchfühlung mit diesem seltsamen und faszinierenden Nationalsport.





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