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Eine
erste Auswahl der Neuerscheinungen dieses Frühlings:
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Michele
Minelli, Die Ruhelosen
| erscheint
im März |
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Aufbau
Verlag
752 Seiten Fr. 35.50 |
| Nur
dank eines Zufalls stößt die Zürcher Ornithologin
Aude auf jene Spur ihrer Familiengeschichte, die bis in die k. u.
k. Zeit führt. Die Legenden über eigensinnige Frauen und
Töchter ihrer Vorfahren bekommen plötzlich Form und Gesicht.
Während man in ihrer Familie der eigenen Herkunft stets den
Rücken gekehrt hat, wendet sich Aude nun genau dieser Vergangenheit
zu. Vor ihr breitet sich ein verführerisches Geflecht aus vier
Familien über acht Generationen und 150 Jahre aus. Schicksale
von unsteten Friseuren, Maskenbildnern, Musikern, Krämern und
ihren unkonventionellen Frauen verweben sich zu einem leuchtenden
Geschlechterteppich durch die Jahrhunderte.
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Franz
Hohler, Spaziergänge
| erscheint
im März |
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Luchterhand
220 Seiten Fr. 27.50 |
| Wissen
wir eigentlich, wo wir leben? Wie die Straßen aussehen, die
wir täglich entlanggehen? Wie der Frühling sich am nahe
gelegenen Fluss anfühlt? In Franz Hohlers Spaziergängen
bekommen wir eine Ahnung, was es in unserer nächsten Umgebung
alles zu entdecken gibt, an Schönem, an Merkwürdigkeiten
und auch an Aberwitz. Wir lernen wahrzunehmen und verwandeln uns
langsam in Kenner von etwas, das wir zu kennen glaubten unseren
Alltag.Ein Jahr lang hat Franz Hohler jede Woche einen Spaziergang
unternommen, jede Woche gezielt einen anderen. Was er auf diesen
Spaziergängen gesehen hat und was ihm beim Gehen wiederfahren
und aufgefallen ist, hat er in diesem außergewöhnlichen
Buch festgehalten. Ein Jahr durchleben wir mit ihm unterwegs und
staunen wie er über einen hochgewirbelten Möwenschwarm
oder ein Plakat, dass Gott uns suche warum ausgerechnet uns? Seine
kurzen Erzählungen sind eine Schule des Sehens und der Achtsamkeit,
und nach und nach bekommen wir eine Ahnung, was Heimat heute ist
und was sie sein könnte.
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Angelika
Overath, Fliessendes Land
| erscheint
im Mai |
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Luchterhand
160 Seiten Fr. 24.50 |
| Fließendes
Land ist vielleicht Angelika Overaths persönlichstes Buch:
eine Reise in die eigene Vergangenheit, in andere Ländern und
Kulturen, in die Welt des Schreibens. Ihre Geschichten erzählen
von der Begegnung mit ungewöhnlichen Menschen und öffnen
die Werkstatt der Reporterin und Schriftstellerin. Schritt für
Schritt entfaltet sich aus den verschiedenartigen Prosastücken,
aus Erinnerungen, Reisebildern, Reportagen und Essays, ein besonderer
Kontinent der Wahrnehmung.
Schreiben ist eine Form des Reisens. In ihrem neuen Buch kehrt Angelika
Overath zurück ins verlorene Atlantis der Kindheit, der Jugend.
Sie erzählt von Verheißung und Scham, von väterlichen
Fußballritualen, von den Irritationen erster Sexualität
unter Kirschbäumen und den scheuen Gesten erhoffter Freundschaft.
"Fließendes Land" ist aber auch ein Buch über
das Unterwegssein. Angelika Overath nimmt uns mit zu den Lagunen
Tahitis oder an den weiten Strand der Nordseeinsel Vlieland; in
die Herengracht von Amsterdam, wo jüdische Kinder vor deutschen
Besatzern versteckt wurden, oder in ein Museum in London, vor das
Flimmern von van Goghs südfranzösischem Stuhl.
In diesem sehr persönlichen Buch fragt Angelika Overath immer
wieder, was Wirklichkeit ausmacht und wie die fliessenden Grenzen
zwischen gelebtem Augenblick und Traum, Glückserfahrung und
Angst verlaufen. So wird das Schreiben zum Mittel der Wahrnehmung.
Angelika Overaths Texte sind eine Landnahme der Realität durch
die Phantasie.
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Judith
Giovannelli-Blocher, Der rote Faden. Die Geschichte meines
Lebens
| erscheint
im Februar |
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Nagel
& Kimche
240 Seiten Fr. 27.90 |
| Zu
ihrem 80. Geburtstag legt Judith Giovannelli-Blocher ihre Erinnerungen
vor. Es ist die spannende Biographie eines lebenslangen Engagements
- und eine Ermutigung, Überzeugungen gegen alle Widerstände
zu leben. Sie erzählt von ihrer Kindheit mit elf Geschwistern,
wie sie Kunst und Literatur für sich entdeckte, und wie ihr
Privatleben politisch wurde: Das Engagement für andere Menschen
und die Rechte der Frau in der Schweiz, die 68er-Bewegung, der Einsatz
für politische Volksentscheide und nicht zuletzt die Auseinandersetzung
mit dem prominenten Bruder Christoph prägen dieses Leben, das
eine ganze Epoche durchmisst. Ein eindringliches Stück Zeitgeschichte
des 20. Jahrhunderts.
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Marie
Hermanson, Himmelstal
| erscheint
im März |
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Insel
Verlag
440 Seiten Fr. 24.00 |
| Himmelstal,
idyllisch in den Schweizer Alpen gelegen, ist das Paradies auf Erden.
Hier können sich reiche Patienten von ihrem Burnout-Syndrom
erholen. Sie verbringen ihre Tage am Pool, genießen die frische
Luft und die Aussicht auf die Berge. Als Daniel seinen Zwillingsbruder
Max in der Kurklinik besucht, ist er von der "Zauberberg"-Atmosphäre
so angetan, daß er beschließt, noch ein paar Tage länger
zu bleiben. Max will in dieser Zeit ein paar Geschäfte in Italien
erledigen und bittet seinen Bruder, ihn zu "vertreten".
Aber in dem malerischen Alpental ist nichts, wie es scheint, und
für Daniel beginnt ein gefährliches Verwechslungsspiel.
In ihrem atemberaubenden Psychothriller entwirft Marie Hermanson
eine Welt, in der Gut und Böse nicht mehr zu unterscheiden
sind.
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Lukas
Bärfuss, Malaga, Parzival, Zwangigtausend Seiten. Stücke
| erscheint
im Februar |
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Wallstein
224 Seiten Fr. 28.90 |
| Zur
Uraufführung von »Zwanzigtausend Seiten« am Schauspielhaus
Zürich, 2. Februar 2012.
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Helen
Walsh, Ich will schlafen!
| erscheint
im Februar |
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Kiepenheuer
& Witsch
320 Seiten Fr. 28.90 |
| "So
rührend, knallhart und realistisch ist über Geburt und
Mutterschaft noch nie geschrieben worden. Ein grandioses Buch."
Charlotte Roche. "Ich will schlafen!" ist ein mutiges,
ein notwendiges Buch. Ein radikaler, ergreifender Roman über
eine alleinerziehende, moderne junge Mutter, deren Traum vom Kind
zum Albtraum wird. Umwerfend heutig, ist dies beste Literatur von
einer der interessantesten Autorinnen Großbritanniens. Rachel
steht vor dem größten Abenteuer ihres Lebens: Sie wird
zum ersten Mal Mutter. Sie wünscht sich das Kind aus tiefstem
Herzen und freut sich auf diese einschneidende Veränderung
in ihrem Leben. Doch nach der Geburt ihres Sohnes Joseph scheint
nichts zu sein, wie sie es sich vorgestellt hat. Der Grund: Schlafmangel,
massiver Schlafmangel. Ihr Sohn scheint nie zu schlafen, schlimmer
aber ist, dass sie keine Ruhe findet. Trotz überwältigender
Liebesgefühle für ihr Kind gerät Rachel an den Rand
des Wahnsinns. Stets vollkommen übernächtigt, verschwimmen
teilweise die Grenzen von Realität und Fiktion, und es stellt
sich die Frage, wie weit sie zu gehen bereit ist, um ihren kleinen
Sohn in den Schlaf zu bekommen.
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Fred
Vargas, Die Nacht des Zorn. Kommissar Adamsberg ermittelt
Band 10
| erscheint
im März |
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Aufbau
Verlag
432 Seiten Fr. 32.90 |
| Glühend
steht die Sonne über Paris, als eine verängstigte Dame
Kommissar Adamsberg aufsucht: Ihre Tochter Lina hat das "Wütende
Heer" gesehen der Legende nach kündigt dieser Geisterzug
kommende Todesfälle an. Vier Opfer sah Lina, und als der erste
Mann spurlos verschwindet, zögert Adamsberg nicht. Er bricht
in die kühlen Wälder der Normandie auf, doch bevor er
die Fährte aufnehmen kann, wird ein Anschlag auf einen einflussreichen
Pariser Geschäftsmann verübt, man ruft ihn in die Metropole
zurück. Da erfüllt sich Linas Vision erneut. Adamsberg
ist sicher: Jemand bedient sich des mittelalterlichen Mythos, um
ungestört zu morden. Für den Kommissar beginnt ein Wettlauf
mit der Zeit.
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William
Boyd, eine grosse Zeit
| erscheint
im März |
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Berlin
Verlag
480 Seiten Fr. 32.90 |
| Wien,
1913. Lysander Rief, ein aufstrebender junger Schauspieler, hat
alle Zelte in
London abgebrochen und sich nicht zufällig in die Stadt Sigmund
Freuds begeben.
Vor seiner Hochzeit muss er sich einem delikaten Problem stellen.
Doch als er im
Wartezimmer von Dr. Bensimon Hettie begegnet, weiß er sofort,
diese unergründlichen
braungrünen Augen werden ihn nicht mehr loslassen.
Hettie Bull öffnet ihm alle Türen zum ausschweifenden
Wiener Künstlerleben, sie
betört, umgarnt und blendet ihn und drängt ihn in ein
undurchschaubares Spiel,
das ihn zur Flucht aus Wien und in die Arme zweier britischer Agenten
treibt.
Boyds neuer Roman ist eine Erkundung der Tiefen menschlicher Psyche
und ein
Spionageroman zugleich. Mit meisterlicher Hand entwirft Boyd einen
Kosmos, der
die Unruhe und Rastlosigkeit einer Epoche zeigt, den schmalen Grat
zwischen Brillanz
und Scheitern. Eine große Zeit ist aber nicht allein ein Parforceritt
durch Europa
und die Kriegswirren des Ersten Weltkriegs, es ist ein großer
wahrhaftiger Roman,
den der Autor uns zu seinem 60. Geburtstag schenkt."
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Christoph
Schlingensief, Ich weiss, ich wars. Die Erinnerungen von
Christoph
Schlingensief
| Erscheinungstermin
unbestimmt |
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Kiepenheuer
& Witsch
256 Seiten Fr. 31.90 |
| "Die
größte Kunst ist und bleibt es, sich vom Leben infizieren
zu lassen." Christoph Schlingensief
Das berührend-heitere Selbstporträt von einem der größten
Künstler des Landes und ein flammendes Plädoyer gegen
Ignoranz und Gleichgültigkeit.
Wer ist man gewesen? Ist man der geworden, der man sein wollte?
Was muss man noch tun? Und was geschieht, wenn man den Himmel verloren
hat? Fragen über Fragen, die wohl jeden bewegen, der dem eigenen
Tod begegnet. Sie lassen auch den Künstler Christoph Schlingensief
nicht mehr los, seitdem er jeden Morgen mit dem Stoppschild "Krebs"
vorm Gesicht aufwachen muss.
Und so blickt er zurück: auf den heiligen Ernst, mit dem er
als Zehnjähriger losraste,
um mit seiner Doppel-8-Kamera die Welt zu inszenieren und zu erforschen,
auf die mal heiteren, mal bitteren Kämpfe, die er anzettelte,
um die Unsichtbaren unserer Gesellschaft sichtbar zu machen, und
auf den denkwürdigen Tag, als Möllemann vom Himmel fiel,
als die deutsche Königsfamilie bei Schlingensief anrief und
in Venedig endgültig der Wahnsinn ausbrach. Dabei immer auf
der Suche nach den Fäden, die seine Arbeiten miteinander verweben,
und nach einem Gott, der mehr ist als der Bewohner eines Märchenparks.
Und er blickt nach vorne: auf sein Herzensprojekt, auf ein Operndorf
mit Wohnungen und Krankenstation, mit Schule und Film- und Musikklassen,
das zurzeit in der Savanne Burkina Fasos entsteht. Damit wir alle
demnächst von Afrika lernen können, was uns verloren zu
gehen droht. Ein Buch für alle, die sich vom Leben infizieren
lassen wollen.
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