Ich bin auch während den Sommerferien für Sie da Therese Brändli

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Ja – und? Menschen mit Behinderung erzählen. Paula Lanfranconi, Text Ursula Markus, Fotografie. Herausgegeben von Pro Infirmis Zürich
Zwölf Persönlichkeiten mit einer sogenannten geistigen Behinderung erzählen über ihre Kindheit, die Arbeit, den Alltag, aber auch von ihren Gefühlen, Wünschen, Beziehungen. Helden Verlag, Zürich. 160 Seiten mit 108 farbigen Fotografien Fr. 39.80. Bitte mit Mail bestellen. Weitere Info über den Verlag

In Klagenfurt wurde Peter Wawerzinek mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Sein Buch: "Rabenliebe" wird im August erscheinen. Mehr


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Krimi-Welt-Bestenliste August 2010


NZZ Buchrezensionen
Tagesanzeiger

Aktuelle Titel

Jean-Christophe Rufin, Im Rücken ein Leoipard. Wie Afrika mein Leben
veränderte
 
S.Fischer Verlag
284 Seiten Fr. 34.90

Er war Arzt im Krankenhaus, Pionier in Sachen Humanitäre Hilfe, Goncourt-Preisträger und ist jetzt Botschafter in Senegal. Jean-Christophe Rufin, Autor von Thrillern und historischen Romanen hat eine neues Abenteuer geschrieben, das Abenteuer seines Lebens. Rufin erzählt sehr poetisch und berührend über seine Kindheit, von seinem Großvater, der im Konzentrationslager Buchenwald nur deshalb überlebte, weil er Arzt war. Rufin erzählt, wie er durch diesen Einfluss überhaupt erst Mediziner geworden ist und wie die Medizin nicht nur zu seiner Leidenschaft, sondern zu einer Haltung wurde. Ein ergreifender, sehr persönlicher Bericht eines großen Homme de science et de lettres, eines Menschenfreundes im alten Sinn.


Eveline Hasler, Und werde immer Ihr Freund sein. Hermann Hesse, Emmy
Hennings und Hugo Ball
 
Nagel & Kimche
224 Seiten Fr. 31.90

Schweiz im Dezember 1920: Im Tessiner Dörfchen Cassarate lernen Emmy und Hugo Ball den Schriftsteller Hermann Hesse kennen. Jeder von ihnen hat eine schwierige Zeit hinter sich. Hesse befindet sich mitten in der Arbeit an "Siddharta". Hugo Ball verlor vor kurzem seinen geliebten Freund Hans Leybold. Und Emmy Hennings, frisch mit Ball verheiratet, hat eine unruhige Zeit voller Liebhaber und Drogen durchlebt. Wie eine Fügung erscheint den dreien ihre Freundschaft, die immer enger wird - bis zu Balls Tod nach der Fertigstellung seiner Hesse-Biographie 1927. In ihrem mitreißenden Roman erzählt Eveline Hasler von der Begegnung dieser drei schöpferischen Menschen und von den Jahren davor, der wilden Zeit der Avantgarde in München und Zürich.


Judith Giovannelli-Blocher, Die einfachen Dinge. Worauf es im Leben
ankommt
 
Nagel & Kimche
160 Seiten Fr. 29.90

Viele Menschen erleben die heutige Gesellschaft als beängstigend, weil wichtige Werte zu verschwinden scheinen: soziale Verantwortung, Rücksicht, Fairness, Solidarität, Mitleid. Judith Giovannelli-Blocher, die "Alters-Expertin" (Die ZEIT) aus der Schweiz, zeigt, wie aus der je eigenen Lebenserfahrung Zuversicht und Gelassenheit gegenüber den Zumutungen einer sozial erkaltenden Welt erwachsen kann. Ihre Geschichten handeln von Freundschaft und Familiensinn, von Verantwortung und der Verunsicherung bei der Begegnung mit Fremden, aber auch von der Fähigkeit, das Leben in die Hand zu nehmen. Ein klares, verständliches und starkes Buch - ein Ratgeber, der Mut macht, Trost spendet und die Gültigkeit traditioneller Werte neu erschließt.


Margrit und Ernst Baumann, Die Welt sehen mit DVD. Fotoreportagen
1945 - 2000
 
Scheidegger & Spiess
288 Seiten, 80 Farb- und 250 SW- Fotos Fr. 99.00

Zuerst im 2CV, dann im umgebauten VW-Bus: Das Zürcher Fotografenpaar Margrit und Ernst Baumann, 1929 bzw. 1928 geboren, begann in den 1950er-Jahren rund um den Erdball zu reisen. Ihre Fotografien publizierten sie in Zeitschriften und Zeitungen wie Stern, Neue Zürcher Zeitung oder Das gelbe Heft und brachten so die Welt in die Wohnzimmer. Kosmopolitan und neugierig kamen sie zu Motiven mit Seltenheitswert: Farbporträts von Che Guevara gehören ebenso dazu wie Reportagen über die letzten Kopfjäger im ecuadorianischen Urwald. Ein Schwerpunkt dieser reich bebilderten Doppelmonografie ist ihre Reise entlang der «Panamericana» 1957-1959, die Süd- und Nordamerika verbindet. Sie fotografierten Reportagen, Porträts und Landschaftsbilder und drehten den wohl ersten Farbfilm über den legendären Verkehrsweg. Dieser Film und ein Filporträt über die beiden Fotografen sind dem Buch auf DVD beigefügt.
Das Buch präsentiert Funde aus ihrem Fotoarchiv - viele Bilder erstmals im Originalausschnitt - sowie Publikationen in Zeitschriften. Der Historiker und Schriftsteller Wilfried Meichtry erzählt vom ereignisreichen Leben des Paars, das sich zeitlebens als journalistische Handwerker verstanden hat. Der Fotohistoriker Markus Schürpf ordnet ihr Werk in die Foto- und Pressegeschichte ein, Nadine Olonetzky verfasst Begleittexte zu den Bildern. Eine Entdeckung in der Schweizer Fotogeschichte.


Antony Beevor, D-Day. Die Schlacht um die Normandie

 
Bertelsmann
636 Seiten, Karten, Bildtafeln Fr. 48.90

Eine ungeschminkte Momentaufnahme aus dem Innern des Krieges, die unter die Haut geht
D-Day, das war die größte militärische Operation aller Zeiten: die Invasion der Alliierten am 6. Juni 1944 in der Normandie. Beevor zeichnet diesen Tag minutiös nach. Hautnah erlebt der Leser im Hauptquartier die Nervosität der Befehlshaber, begreift die komplexe Strategie einschließlich des kühnen Täuschungsmanövers, spürt die moralische Bürde, die Männer wie General Eisenhower empfanden. Mit wachsender Spannung blättert Beevor immer neue Seiten auf: Soldaten, die von Angst geplagt, gleichwohl stolz sind, ein Kompaniechef, der seinen Leuten im Landungsboot Shakespeares »Heinrich V.« vorliest.
Beevor versteht es wie kein Zweiter, Geschichte klug und verständlich zu erzählen.


Andrea Camilleri, Die Spur des Fuchses. Commissario Montalbano lässt den
Blick in die Ferne schweifen. Commissario Montalbano Band 12
 
Bastei-Lübbe
267 Seiten Fr. 32.00

Hat Commissario Montalbano womöglich seherische Fähigkeiten? Kaum ist er aus einem bizarren Traum von einem Pferd erwacht, als er beim morgendlichen Blick aus dem Fenster tatsächlich ein Pferd am Strand liegen sieht, das dort qualvoll
verendet ist. Kurz darauf ist das Tier spurlos verschwunden. Wenig später erhält er Besuch von Rachele Estermann, einer erfolgreichen Turnierreiterin, deren Rennpferd gestohlen wurde. Und das, obwohl es bei dem mächtigen Züchter Lo Duca
untergebracht war, der immerhin Schutz von höchster Stelle genießt. Wie Montalbanos Nachforschungen ergeben, hat Lo Duca einiges zu verbergen, nicht zuletzt den mysteriösen Tod eines seiner Stallburschen. Doch ehe der Commissario hinter Lo
Ducas dunkles Geheimnis kommt, gilt es herauszufinden, welche Rolle die sphinxhafte Rachele in dem mörderischen Verwirrspiel hat.


Alain Cl. Sulzer, Zur falschen Zeit

 
Galiani Verlag
240 Seiten Fr. 31.90

Wer zur falschen Zeit den Falschen liebt ... Mit der Wucht einer griechischen Tragödie erzählt Alain Claude Sulzer einen großen Roman über Liebe und Verrat und die Unausweichlichkeit des Schicksals. Es ist die Uhr am Handgelenk seines Vaters,
die ihn aus unerfindlichen Gründen plötzlich interessiert. Siebzehn Jahre lang hatte das Foto, auf dem der Vater sie trägt, wenig beachtet im Regal in seinem Zimmer gestanden. Gekannt hatte er seinen Erzeuger nicht, die Mutter hatte ungern von ihm
erzählt. Doch jetzt, mit siebzehn, erwacht seine Neugier. Es ist das Bild eines professionellen Fotografen, die Uhr aber steht auf Viertel nach sieben. Welcher Berufsfotograf macht zu solch einer Zeit Bilder? Der Erzähler beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen. Auf der Rückseite des Porträts findet er eine Pariser Adresse - und stellt mit Erstaunen fest, dass der Fotograf sein mysteriöser Patenonkel ist, der sich seit der Taufe nie mehr gemeldet hat. Ohne die Mutter oder den Stiefvater in seine Pläne einzuweihen, hebt er all sein Geld ab, hinterlässt einen knappen Abschiedsbrief und reist nach Paris. Dort gerät er auf die Spur der wahren Geschichte seines Vaters. Einer Geschichte, die den Boden unter seinen Füßen zum Wanken bringt. Mit großer Dezenz und dennoch mit der Wucht einer griechischen Tragödie entfaltet Alain Claude Sulzer in seinem Roman die Geschichte eines Mannes, der an sich selbst und an den Zeitumständen, in denen er lebt, scheitert. Die Geschichte eines Mannes, der erkennen muss, dass die Heirat mit seiner Frau, die ihm selbst lange wie die Rettung schien, ein Fehler war. Und dass er sie betrügen und hintergehen
muss, um die wahre Liebe seines Lebens zu leben.


Verena Kast, Was wirklich zählt, ist das gelebte Leben. Die Kraft des
Lebensrückblicks
 
Kreuz Verlag
180 Seiten Fr. 31.90

Zurückblicken und nach vorne schauen: Wir alle haben das Bedürfnis, unserem Leben Sinn und Bedeutung zu geben. Auch in Umwegen oder Abwegen, und auch in Entscheidungen, die Probleme brachten und schmerzvoll waren. Wir können erkennen: Eigentlich sind wir doch ganz gut damit umgegangen. Wir haben das Beste daraus gemacht. Menschen, die sich auf einen Lebensrückblick einlassen, sind aufgeschlossener und dem Leben gegenüber positiver eingestellt. Ein spannendes Thema der psychologischen Forschung. Verena Kast macht es auf faszinierende Weise fruchtbar für alle Leserinnen und Leser, indem sie in zahlreichen Beispielen zeigt: Wir profitieren davon, wenn es uns gelingt, das gelebte Leben als das wirklich eigene Leben anzunehmen.


Paul Auster, Unsichtbar

 
Rowohlt
320 Seiten Fr. 34.90

Frühling 1967 in New York. Der zwanzigjährige Student Adam Walker trifft auf den enigmatischen Franzosen Rudolf Born und dessen stille, aber verführerische Freundin Margot. Schon bald sieht er sich verstrickt in eine eigentümliche Dreiecksgeschichte, die in einem traumatisierenden Akt der Gewalt gipfelt und sein Leben für immer verändern wird. Aus der Sicht dreier Erzähler, über einen Zeitraum von 40 Jahre, berichtet dieses kraftvolle Werk über den Zorn der Jugend, ungezügelte Lust und die gnadenlose Jagd nach Gerechtigkeit. Auster beweist sich wieder als einer der besten Autoren unserer Zeit.


Dorothee Elmiger, Einladung an die Waghalsigen

 
Dumont Buchverlag
140 Seiten Fr. 27.10

In den Stollen eines Kohlereviers ist vor Jahrzehnten ein Feuer ausgebrochen und noch immer lodern unter Tage die Flammen. Margarete und Fritzi sind die übrig gebliebene Jugend einer verschwindenden Stadt. Ihr Erbe ist nichts als ein verlassenes Gebiet, in dem Verwüstung herrscht. Frühere Ereignisse sind nur bruchstückhaft überliefert. Doch die beiden Schwestern wollen diesen Zustand nicht hinnehmen. Entschlossen brechen sie auf zu einer Expedition, um ihre eigene Herkunft zu erforschen. Denn nur wer seine Geschichte kennt, kann sich eine hoffnungsvolle Zukunft aufbauen
Mit der Wiederentdeckung eines längst vergessenen Flusses wird für Margarete und Fritzi nicht nur ein neues Leben greifbar. Endlich gibt es auch einen Anlass, Einladungen für ein großes Fest zu verschicken: "Kommt auf euren Fahrrädern gefahren! Kommt auf euren weißen Pferden geritten!"


Christa Wolf, Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud

 
Suhrkamp
414 Seiten Fr. 42.50

Das neue Buch von Christa Wolf ist auch autobiographische Prosa: Sie erzählt von einem Menschenleben, das drei deutschen Staats- und Gesellschaftsformen standhält, von einer Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte, von der Kunst, sich zu erinnern. Du bist dabei gewesen. Du hast es überlebt. Du kannst davon berichten.
Der neue große Roman von Christa Wolf: Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud spiegelt das Leben der Autorin.





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