Archiv 2010

Zürich geht aus 2010/2011

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Gourmedia
Fr. 24.50

ZÜRICH GEHT AUS! hat 222 Restaurants neu getestet.Die Herausragendsten, die Gemütlichsten und die Trendigsten! Aufgelistet und präsentiert nach unserem bewährtenBest-of-Konzept. Lassen Sie sich von unseren kulinarischen Erlebnissen inspirieren. Mit tollen Fotos und würzigen Geschichten rund um die Gastronomie-Szene von Zürich.


Karl Lüönd, Die Macht und die Ehrlichkeit. Kolumnen aus dem Medienzirkus

 
Rüegger Verlag, Zürich
210 Seiten Fr. 28.00

Seit Jahren schreibt Karl Lüönd mit dem Erfahrungshintergrund von vier Jahrzehnten als Reporter, Chefredaktor und Verleger Schweizer Mediengeschichte(n). Zugleich führt er mit seiner Arbeit vor, was der wirkliche Ausweg aus der Krise der Publizistik wäre: Unabhängigkeit, Sachkenntnis, Zusammenhangswissen, Verständlichkeit, Leselust. In einem Wort: journalistische Qualität.


Jamie Purviance, Weber's Grillbibel

 
Gräfe & Unzer
320 Seiten, 1260 Farbfotos Fr. 42.90

Das Buch zum perfekten Grillen! Der US-amerikanischen Grill-Guru Jamie Purviance verwöhnt uns mit 160 neuen Rezepten zum Grillen mit Gas und Holzkohle, deren einzelne Grundzubereitungen in mehr als 1000 Stepbildern Schritt für Schritt dargestellt werden: Rind-, Lamm- und Schweinefleisch, Fisch, Gemüse und Früchte - vom Grill. Grundtechniken rund ums Grillen, z.B. Zerteilen von Fleisch, Vorbereiten von Fisch, Gargradbestimmung, Saucen- und Pastenzubereitung, werden in Text und vielen Bildern genau beschrieben und lassen Grillen zu einem kulinarischen Hochgenuss werden. Sonderseiten mit Know-how zum sicheren Gelingen. Tabellen zum Nachschlagen, welches Stück wie lange auf den Grill muss und Rezepte für Saucen und Gewürzmischungen und zu welchem Fleisch sie passen, sind im Schlussteil des Buches zusammengefasst und sorgen dafür, dass dem Grillmeister nichts anbrennt.


Olivia Heussler, Zürich, Sommer 1980

 
Edition Patrick Frey
120 Seiten Fr. 78.40

Zürich, Sommer 1980 handelt von Absperrungen, Barrikaden, Polizisten in Kampfuniformen, Demonstranten, Gummigeschossen, Wasserwerfern und immer wieder viel Tränengas. Vor 30 Jahren herrschte auf den Zürcher Strassen eine Art Krieg. Die Auseinandersetzungen zwischen Establishment und Alternativszene im öffentlichen Raum spielten sich mit heute unvorstellbarer Heftigkeit und Gewaltbereitschaft ab. Im Gegensatz zu 1968 war die anarchistisch ausgerichtete Zürcher Jugendrevolte von 1980 ein avantgardistisches Spektakel und machte international Schlagzeilen. Das einzig greifbare Anliegen von Seiten der Jugendlichen war die Forderung nach einem autonomen Jugendzentrum (AJZ), im Grunde wollte man aber ganz einfach alles, und das sofort. Mit der bewusst ins Absurde kippenden Maximalforderung, mit dadaistischem Witz und einer subversiven Camouflage der wahren Anliegen verstörte die Bewegung die Vertreter sämtlicher politisch etablierter Kräfte, einschliesslich vieler Altachtundsechziger, die damals gerade daran waren, die Institutionen zu erobern. Die Strassenkämpfe im Sommer 1980 markierten die Wende zu einer offenen Zürcher Kulturpolitik und zur flächendeckenden Entwicklung und Vermarktung der urbanen Jugendkultur. Die Bewegung war gewissermassen Eventkultur avant la lettre. Ohne sie gäbe es weder Streetparade noch eine Partykultur mit internationaler Ausstrahlung. Die Fotografin Olivia Heussler war Aktivistin und Zeitzeugin zugleich. Sie zeigt Bilder eines Sommers, der mit seinen Szenen der Gewalt und der lustvollen Happenings das Leben vieler nachhaltig geprägt und verändert hat.


Richard Schickel, Clint Eastwood. Ich bin doch nur ein Typ, der Filme macht

 
Edel Germany
288 Seiten, 200 Farbfotos Fr. 80.90

Seit gut sechzig Jahren prägt Clint Eastwood das Filmgeschäft - als Darsteller, Regisseur und Produzent. Dieses Buch ist eine Hommage an ein Filmidol, das sich in einer beispiellosen Karriere vom eiskalten Cowboy vor der Kamera zum sensiblen Chronisten der amerikanischen Seele hinter der Kamera entwickelte. Mit der Hauptrolle in Sergio Leones Für eine Handvoll Dollar begann 1964 die Verwandlung Eastwoods in eine amerikanische Legende. Dirty Harry (1971) machte ihn endgültig zum Superstar. Für Erbarmungslos (1992), mit dem er als Regisseur und Hauptdarsteller das Western-Genre in neue Höhen trug, gewann er vier Oscars. Spätestens dieser Erfolg machte Clint Eastwood zu einem der wichtigsten amerikanischen Regisseure. Diesen Rang hat er mit Million Dollar Baby (2004) bestätigt, der ebenfalls vier Oscars gewann. Der Bildband stellt mit über 200 zum Teil unveröffentlichten Fotos und ausführlichen Kommentaren zu den Filmen und zum Leben von Clint Eastwood eine vollständige Werkschau dar; sie macht die Stationen und den Facettenreichtum der Figur und des Menschen Eastwood sichtbar. Clint Eastwood selbst gewährt dabei einzigartige persönliche Einblicke inseine Arbeit vor und hinter der Kamera.


Strukturierte Verantwortungslosigkeit. Berichte aus der Bankenwelt.
Hrsg. von Claudia Honegger, Sighard Neckel und Chantal Magnin
 
Suhrkamp
350 Seiten Fr. 28.40

In der verschwiegenen Welt der Banken hat sich eine Art "Finanzaristokratie" herausgebildet, der die neuerdings sogenannte "Realwirtschaft" völlig egal zu sein scheint. Claudia Honegger, Sighard Neckel und Chantal Magnin sind mit ihren Forschungsteams in diese Welt eingedrungen und haben mit deutschen, österreichischen und schweizerischen "Finanzsoldaten" gesprochen. Die dabei entstandenen soziologischen Porträts bilden den Kern dieses Buchs. Sie beantworten Fragen wie: Wie deuten Banker und Bankerinnen die Krise auf den Finanzmärkten? Wie ist es dazu gekommen? Wer trägt die Verantwortung? Zu den Porträts kommen Analysen, Feldbeschreibungen, Essays und ein Glossar. Im Fokus steht dabei die Entstehung von "Söldnerheeren", die gegeneinander kämpften, zugleich aber einen Feldzug führten gegen die Bankkunden, die börsennotierten Unternehmen, gegen ganze Volkswirtschaften und letztlich gegen die reale Welt.


Hallgrimur Helgason, Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem
Abwasch zu beginnen
 
Tropen bei Klett Cotta
270 Seiten Fr. 31.90

Eigentlich ist er Kroate, eigentlich lebt er in New York und eigentlich ist er kein Priester, sondern ein Auftragskiller mit 66 erfolgreich ausgeführten Morden. Doch einmal in Island angekommen, bleibt Toxic nichts anderes übrig, als die Rolle des Predigers zu spielen. Mehr schlecht als recht absolviert er einen Auftritt in einer TV-Show und verliebt sich auch noch in die Tochter seiner Gastgeber. Bald schon droht er aufzu fliegen ... Hallgrímur Helgason hat eine schräge Geschichte an den Rändern Europas geschrieben. "Der isländische Sommer ist wie ein Kühlschrank, den man sechs Wochen offen lässt. Das Licht ist die ganze Zeit an und das Gefrierfach taut, aber richtig warm wird es nie.


Barbara Traber, Fliegen und Liebe. Aufzeichnungen einer Air-Hostess

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MeaLittera
176 Seiten Fr. 17.00

»Fliegen und Liebe. Aufzeichnungen einer Air Hostess« sind auf authentischen Erfahrungen beruhenden Aufzeichnungen einer Stewardess, die in den Sechzigerjahren mit der legendären Boeing 707 unterwegs ist. Vom ersten Tag an notiert die junge Ursula ihre Erlebnisse und Eindrücke, schreibt über die anstrengende Arbeit in der Luft, die Faszination des Reisens, über Begegnungen mit Passagieren und ihre Beziehungen zu Kolleginnen und Piloten. Alles ist neu und aufregend und manchmal glaubt sie zu träumen, wenn sie irgendwo im Vorderen Orient in einem Hotelzimmer erwacht. Allmählich merkt sie jedoch, dass dieses hektische Leben in der Luft auch Schattenseiten hat, und sucht ihren Weg.


Gisela Rudolf, Das Leben der Eltern ist das Buch, in dem die Kinder lesen

 
Weissbooks
300 Seitem Fr. 33.50

Ein Familienroman aus der wilden Schweiz der 50er Jahre, Kinderjahre in einer nicht Ganz perfekten Familie: Tolle Autos,Schlager im Radio, hundert Vaterunser, Ovomaltine und Kaugummi, Brätelsonntag und Modenschau auf dem Zeltplatz. Und mittendrin ein Mädchen, das in dieser Zeit des Aufbruchs erwachsen wird.
Kaum habe ich es mir zwischen dem Fensterrahmen mit einem Micky Maus-Heft gemütlich gemacht, hält vor unserem Haus ein roter Sportwagen. Es könnte ein MG sein, Papa gefallen die sehr. Bevor der Mann richtig ausgestiegen ist, sitzt Mama schon an seiner Seite. Ich beobachte, wie sie sich begrüßen. Sie fahren zusammen weg.


Richard Price, Cash

 
S.Fischer Verlag
528 Seiten Fr. 34.90

Drei Männer werden nachts in der Lower East Side von zwei dunkelhäutigen Jugendlichen überfallen. Einer der drei wird erschossen, die Täter fliehen. Der Hauptzeuge, Eric, verstrickt sich bei der Polizei immer tiefer in Widersprüche. Detective Matty Clark kommen jedoch bald Zweifel an seiner Schuld. Richard Price lässt in seinem in den USA hymnisch gefeierten Bestseller die Fassade des strahlenden, 'neuen' New Yorks bröckeln und zeigt die dahinter liegenden Risse, die unter dem Glamour verborgene Macht und Gewalt. "Nicht heute Nacht" ist ein Röntgenblick auf die Lower East Side, ein großer Roman von einem meisterhaften Gegenwartschronisten.


Es ist soweit: für die Schafe von Glennkill beginnt ein neues, wollsträubendes Abenteuer: Leonie Swann, Garou. Ein neuer Fall für Miss Maple und Co.
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Literaturclub vom
29.6.2010
Iris Radisch
Moderation
In der Kritikerrunde sind: Barbara Villiger Heilig und Peter Hamm. Gast: Johannes Willms


Der Katalog zur Ausstellung "Jean-Michel Basquiat" in der Fondation Beyeler vom 9. Mai - 5. September. Mehr
Fondation Beyeler

Zwei Neuerscheinungen aus dem Diogenes Verlag:
zwei unterschiedliche Autoren mit einer grossen Fan - Gemeinde

Olivier Roy, Heilige Einfalt. Ueber die politischen Gefahren entwurzelter
Religionen
 
Siedler
334 Seiten Fr. 39.90

Im Schatten der Globalisierung erlebt der Glaube einen Boom. Doch während die Religion früher im Zentrum kultureller Traditionen stand, ist die neue Religiosität Ausdruck einer entwurzelten Sinnsuche des Einzelnen. Der einfältige Wunsch nach einer Religion ohne gemeinschaftliche Einbettung ist der Nährboden für religiösen Fundamentalismus und birgt massive Gefahren für Staat und Gesellschaft.
Religionen jeder Couleur haben weltweit wachsenden Zulauf. Allerdings stellt dieser Umstand keine Rückkehr zur traditionellen religiösen Praxis dar. Vielmehr hat die Globalisierung eine Trennung zwischen Religion, Nation und Kultur bewirkt: Jeder bastelt sich heute seinen eigenen Glauben. Zigtausende Übertritte von Muslimen in Mittelasien zu den Zeugen Jehovas belegen diesen Umstand ebenso wie Konversionen von Europäern zum Salafismus. Religiosität ist eine individuelle Angelegenheit geworden. Das führt, so der Islamwissenschaftler Olivier Roy, zu »heiliger Einfalt«, einer anti-intellektuellen Haltung, die einen unmittelbaren, gefühlsbetonten Zugang zum Heiligen erwartet und sich damit als idealer Nährboden für religiösen Fundamentalismus erweist. Mit gewohnter Klarheit analysiert Roy die enormen Herausforderungen, die diese Entwicklungen an den Staat und die Gesellschaft stellen.


Eva Kohlrusch, Faszinierende Frauen und ihre Gärten

 
Callwey
165 Seiten, 250 Farbfotos Fr. 64.90

Nach dem außerordentlichen Erfolg von 'Besondere Frauen und ihre Gärten' folgt nun der zweite Band exklusiver Einblicke in ganz persönliche grüne Oasen. Eva Kohlrusch und Gary Rogers zeigen in liebevollen Porträts die privaten Rückzugsorte 23 herausragender Schriftstellerinnen, Schauspielerinnen, Designerinnen oder Unternehmerinnen. Liz Mohn, Ann-Kathrin Bauknecht, Gaby Hauptmann, Ingrid Noll und einige mehr öffnen ihre Gartentüren und gewähren Einblicke in ihre privaten Gärten. Der Leser erfährt alles über die besonderen Lieblingspflanzen, ganz persönliche gärtnerische Erfahrungen oder wie man einfach die Seele baumeln lässt und neue Kraft sammelt für kreatives Schaffen.


Henning Mankell, Der Feind im Schatten. Kommissar Wallander

 
Zsolnay
624 Seiten Fr. 41.60

Dieser neue Wallander-Thriller führt direkt in den Kalten Krieg und in die schwedische Nachkriegsgeschichte. Hakan von Enke, ehemaliger U-Boot-Kommandant und zukünftiger Schwiegervater von Wallanders Tochter Linda, gewährt dem Kommissar brisante Einblicke in eine politische Affäre: Fremde U-Boote drangen in den achtziger Jahren mehrfach in schwedische Hoheitsgewässer ein, wurden aber nie identifiziert. Von Enke hat dazu jahrelang recherchiert und glaubt sich einer Lösung nahe. Doch dann verschwindet er spurlos, und als kurz darauf auch noch Enkes Ehefrau als vermisst gilt, steckt Wallander bereits mitten in den Ermittlungen.


Peter Hablützel, Die Banken und ihre Schweiz. Perspektiven einer Krise

 
Oesch Verlag
304 Seiten Fr. 28.00

Der Autor zeigt die Entwicklung des Finanzplatzes als Teil unserer jüngsten Geschichte auf - er kombiniert ökonomische und sozialwirtschaftliche Fragen, um die Finanzmarktkrise in grössere Zusammenhänge einzuordnen. Peter Hablützel plädiert dafür, die Chancen der Krise zu erkennen, das Bild der Schweiz ernsthaft zu überprüfen und neue Schritte in die Zukunft zu wagen. Unser Land darf kein politischer Sonderling werden. Es muss aus der selbst konstruierten Falle des Sonderfalls ausbrechen!


Martin Walker, Grand Cru. Der zweite Fall für Bruni, Chef de Police

 
Diogenes
380 Seiten Fr. 38.90

Ein geheimes Paradies auf Erden, das ist das Périgord. Oder vielmehr war, denn die Weinberge der Gegend sollen von einem amerikanischen Weinunternehmer aufgekauft werden. Es gärt im Tal, in den alten Freund- und Seilschaften, und in einem Weinfass findet man etwas völlig anderes als Wein - eine Leiche.


Kopf Hand Werk. Femscript lässt schreiben. Das Netzwerk
schreibender Frauen feiert sein 20jähriges Bestehen mit dieser Anthologie.
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Erika Burkart, Das späte Erkennen der Zeichen. Gedichte
mehr


"Erzählen hat was Tröstliches. Erzählen ist notwendig zum Überleben. Deshalb erzählt man wohl auch kleinen Kindern Geschichten - auch deshalb. Ich bin überzeugt, dass sich Menschen in Notsituationen mit Geschichten über Wasser halten. Mit Geschichten, die sie sich selbst erzählen." Zitat aus dem Film "Zimmer 202. Peter Bichsel in Paris".
Bücher von Peter Bichsel zum Wiederlesen und Neuentdecken: mehr


Ernst U. von Weizsäcker/Karlson Hargroves/Michael Smith, Faktor Fünf.
Die Formel für nachhaltiges Wachstum
 
Droemer
431 Seiten Fr. 31.90

In der einfachen Formel Faktor Fünf steckt das Konzept einer zukunftssicheren, umweltverträglichen Wirtschaftspolitik. Wenn wir die Rohstoffe fünfmal besser nutzen als bisher, lässt sich ein deutlicher Zuwachs an Wohlstand und Lebensqualität herbeiführen. Dieses ehrgeizige ökologische Ziel ist wegweisend für den technologischen Fortschritt und für nachhaltiges Wachstum.


Hans-Peter Dürr, Warum es ums Ganze geht. Neues Denken für eine Welt
im Umbruch
am 25. April in der Sternstunde Philosophie
Oekom
189 Seiten Fr. 31.80

Der Kernphysiker und Vordenker der Ökologiebewegung glaubt an eine friedliche Lösung der Probleme, die uns und unsere Umwelt bedrohen - ob Kriege, Kernenergie oder Klimawandel. Und das hat nichts mit Naivität zu tun, sondern fußt auf der Erkenntnis, dass die Krisen unserer Zeit nur Symptome eines alten Denkens sind; eines Weltbilds, von dem sich die moderne Wissenschaft längst verabschiedet hat.
Hans-Peter Dürr setzt seine Hoffnung in eine fundamental neue Weltsicht, die dieser Erkenntnis gerecht wird. Als herausragender Physiker und gesellschaftlicher Querdenker beschränkt er sich nie auf den sprichwörtlichen Elfenbeinturm. Er bewahrt sich den Blick für das Ganze und entwickelt konkrete Vorschläge für den gesellschaftlichen Wandel und für unser aller Handeln. Er eröffnet uns den Weg zu einer positiven, in vollem Sinne zukunftsfähigen Lebensweise und begeistert mit seiner Vision einer gewaltfreien und gerechten Zukunft. In diesem Buch fasst er sein Lebenswissen zusammen - das intellektuelle Vermächtnis eines Vordenkers.


Ingeborg Bachmann, Kriegstagebuch. Mit Briefen von Jack Hamesh an
Ingeborg Bachmann
 
Suhrkamp
107 Seiten Fr. 28.00

Zum ersten Mal wird Ingeborg Bachmanns Kriegstagebuch vom Spätsommer 1944 bis zum Juni 1945 vollständig aus dem Nachlaß publiziert. Der Band versammelt zusätzlich sämtliche erhaltene Briefe von Jack Hamesh an Ingeborg Bachmann. Zusammen mit den Journalaufzeichnungen entsteht so ein einzigartiges Dokument des Dialogs zwischen den Kindern der Opfer und der Täter.


Susanna Heim, Ein Hotel für jede Stimmung. Ausgewählte Adressen in Europa für Frauen auf Reisen
 
Orell Füssli
160 Seiten Fr. 31.80

Allein reisende Frauen wissen: Das passende Hotel zu finden, ist fast so schwierig, wie den Mann fürs Leben. Mal greift man zu hoch, mal zu tief. Mal wird man als Gast ignoriert, mal separiert. Dabei wollen Frauen nur eins: sich wohlfühlen am fremden Ort. Je nach Stimmung im «George V» in Paris oder mit der besten Freundin in einem Wellness-Hotel in den Alpen. Ein gewöhnlicher Hotelführer hilft da nicht weiter. Ein Hotel ist schließlich mehr als ein Bett zum Übernachten. Zum Wohlfühlen braucht es Atmosphäre, Stil und interessante Gäste, mit denen sich die allein reisende Frau unaufdringlich unterhalten kann. Diese Hotels gibt es, zusammengestellt von der Reisejournalistin Susanna Heim. Mit viel Witz, Charme und einer Prise Ironie.


Nik Hartmann, Über Stock und Stein Band 2. Von Basel auf den Piz Bernina

 
Edition Fona
244 Seiten Fr. 29.90

Band 2 des Sommerhits 2009 zur Sendung im Schweizer Fernsehen mit der höchsten Einschaltquote: Wander- und Wunderführer von Basel auf den Piz Bernina. Mit Wanderrouten, Kartenausschnitten, Adressen und Schweizer Kochrezepten.


PJosh Bazell, Schneller als der Tod

 
S. Fischer Verlag
300 Seiten Fr. 30.30

Peter Brown ist Notfallarzt. Dank des Zeugenschutzprogramms fühlt er sich sicher - doch dieser Patient kommt aus seinem alten Leben! Und nur einer der beiden wird überleben ...


Mosab H. Yousef, Sohn der Hamas. Mein Leben als Terrorist

 
SCM Hänssler
272 Seiten Fr. 36.70

Mosab Hassan Yousef steigt aus. Aus der Hamas. Aus dem Heiligen Krieg gegen Israel. Sein Vater: einer der einflussreichsten Leiter der Hamas, der palästinensischen Widerstandsbewegung. Gefoltert durch die Israelis, entdeckte Yousef, dass die Hamas mit den gleichen Methoden arbeitet. Das rüttelte ihn wach: Wer ist eigentlich sein wahrer Feind? Er ging der Sache auf den Grund und riskierte dabei sein Leben. Bei seinen Recherchen entdeckte er einen anderen orientalischen Führer, Jesus Christus. Dieses sehr persönliche Buch enthüllt die Tragweite des Konflikts Israel - Palästina.


Pedro Lenz, Der Goalie bin ig

 
Der gesunde Menschenversand
168 Seiten Fr. 25.00

Der erste Roman von Pedro Lenz! In «Der Goalie bin ig» hält ein Ich-Erzähler Rückschau auf ein verlorenes Paradies. Der «Goalie», ein Süchtiger aus einem Dorf im Mittelland, erzählt in Umgangssprache von seiner Lebenswelt in den 80er-Jahren. Seine Sicht auf die Umgebung ist getrübt vom Wunsch, sein bisheriges Leben schönzureden. Nach einer Gefängnisstrafe versucht er wieder im Alltag Fuss zu fassen, findet eine Gelegenheitsarbeit, verliebt sich in eine Serviererin und reist mit der Ange-beteten nach Spanien und trotzdem holen ihn die alten Geschichten immer wieder ein. Lenz gelingt ein berührendes Porträt des «Goalies» und einer kleinen, uns wenig bekannten Welt mitten in der Schweiz. Doch da die grosse Welt aus lauter kleinen Räumen besteht, haben wir es hier zweifellos mit Weltliteratur zu tun.


Kurdo Baksi, Mein Freund Stieg Larsson

 
Heyne Verlag
224 Seiten Fr. 33.90

Kurdo Baksi, Stieg Larssons bester Freund und langjähriger politischer Weggefährte, brauchte fünf Jahre, um den Verlust seines Freundes zu überwinden. Fünf Jahre, in denen er trauerte und miterlebte, wie Larsson plötzlich posthum zu einem der weltweit erfolgreichsten Schriftsteller der letzten Jahre avancierte. Fünf Jahre, in denen er wieder und wieder nach Stieg Larsson gefragt wurde. Wie er gewesen sei? Was ihm wichtig war? Wie er wohl mit all dem Ruhm und Erfolg umgegangen wäre?
Kurdo Baksi beschließt, ein Buch zu schreiben. Kein Buch über den Autor der Millennium-Trilogie, sondern ein Buch über seinen Freund Stieg Larsson. Über ihre erste Begegnung im Jahr 1992, über den Beginn ihrer Freundschaft, über ihre gemeinsame Arbeit, ihren Kampf gegen rechts. Über Stieg Larssons Integrität, seine Unbeirrbarkeit, seine Arbeitswut und seine Genauigkeit. Über seine Kindheit und Jugend, über die Menschen, die ihm wichtig waren. Über sein immenses Wissen, seine beeindruckende politische Bildung, über seine Besessenheit, das Richtige zu tun. Über seinen Mut und seine Unerschrockenheit, über die Drohungen gegen ihn und die Angst, die Baksi immer wieder um seinen Freund hatte. Über Stieg Larssons Sturheit, seine Unfähigkeit, zu vergeben, seinen ungesunden Lebenswandel, seine schlechten Angewohnheiten. Über seine Romane, seine Inspiration, über Larssons Gewissheit, Bestseller geschrieben zu haben. Über den letzten Tag, den Anruf eines Expo-Mitarbeiters, dass es Larsson nicht gutgehe, er auf dem Weg ins Krankenhaus sei. Über Stieg Larssons letzte Worte im Krankenwagen. Über den Abschied von seinem toten Freund.


Im Jahr 2010 feiert die Firma Otto und Johannes Honegger ihr 150-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass hat der Historiker Toby Matthiesen die 150 Jahre Firmen- und Familiengeschichte aufgearbeitet, welche als «Die Bleiche der Zeit» beim Chronos Verlag in Zürich erschienen ist. Mehr Informationen finden Sie hier

Artikel erschienen im Zürcher Oberländer vom 9. April 2010


Markus Somm, General Guisan. Widerstand nach Schweizerart

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Stämpfli Verlag
224 Seiten Fr. 49.00

Markus Somm erzählt in der vorliegenden Biografie die einzigartige Geschichte, wie ein mittelmässig begabter Offizier zum «Vater des Vaterlandes» wurde – zu einer der berühmtesten Persönlichkeiten der Schweizer Geschichte. Guisan war kein Heiliger und kein Genie – und doch wäre die Geschichte anders verlaufen, hätte das Parlament am 30. August 1939 nicht ihn zum General der Schweizer Armee gewählt. Entscheidend war sein Erfolg: Den Auftrag, die Schweiz unabhängig zu erhalten, hat er erfüllt – ganz gleich, warum ihm das geglückt ist.
In vielen Stuben und Beizen hing bis in die siebziger Jahre sein Bild, und bis heute ist er populär geblieben. 2010 jährt sich sein Todestag zum fünfzigsten Mal.


Christoph Held, Wird heute ein guter Tag sein? Erzählungen aus dem Pflege-
heim
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Zytglogge Verlag
180 Seiten Fr. 32.00

In den Pflegeheimen der grossen Schweizer Städte leiden mehr als zwei Drittel der Patienten an einer fortgeschrittenen Demenz, oft als Folge von mehrfachen Hirnschlägen, der Parkinson-Krankheit oder, wie in den weitaus meisten Fällen, der Alzheimer-Krankheit. Das Buch <Wird heute ein guter Tag sein> berichtet aus der Perspektive eines Heimarztes von der neurologischen Not und existenziellen Abhängigkeit dieser Patienten, die auch ihren Angehörigen und vor allem den Pflegenden zugemutet werden. «Eigentlich sind es ganz einfache Geschichten über die verwirrende Komplexität des Älter- und Pflegebedürftigwerdens, die uns Christoph Held erzählt. Was ihm aber gelingt, sind fast poetisch anmutende Schilderungen von durcheinandergewirbelten Erfahrungen von Menschen mit fortgeschrittener Demenz, die er uns aus der kunstvollen Distanz eines empathischen Beobachters präsentiert. Nie stellt der Autor dabei sein grosses Wissen voran, sondern wird immer wieder selber vom Staunen erfasst, dass in jeder Geschichte das Unerwartete die noch so reiche ärztliche Erfahrung überrumpelt. Das Fortschreiten der Krankheit, hier ganz fein und dort fast erschreckend massiv beschrieben, lässt immer auch die Frage offen: Was merken die Betroffenen eigentlich noch und was nicht mehr? Einerlei, lehrt uns der Autor, und wie auch immer, die Menschenwürde bleibt ihnen zugestanden, denn sie geht nicht verloren, auch wenn wir und sie so vieles nicht mehr zu verstehen scheinen. Dass er die Pflegenden und die Angehörigen, aber auch die Institutionen als Teil einer manchmal als abstrus erlebten Welt miteinbezieht, gibt seinen Erzählungen eine ganz besondere Stimmung von Fremdheit, Hilflosigkeit und Menschlichkeit.


Der 3. Band der Wanderkolumnen "Zu Fuss: die verschwundene Seilbahn. In 52 Wanderungen durchs Jahr" ist erschienen. Thomas Widmer zeigt uns wieder sein vielfältiges Wanderprogramm. Sie können es hier zum Preise von Fr. 34.00 bestellen

Im Schweizerischen Landesmuseum Zürich findet von 26. März - 16. August die Ausstellung: "Zauber Berge" statt. Dazu ist ein reich bebildertes Buch erschienen, welches Sie zum Preise von Fr. 38.00 hier per Mail bestellen können.
Weitere Information finden Sie auf der Seite des Landesmuseums


Literaturclub vom 20. April 22.20 auf SF 1 mit dem Thema: "Auf der Suche nach dem Ich".
Gast ist Peter von Matt und Beni Thurnheer gibt seine Lektüretipps ab. Stefan Zweifel und Barbara Villiger Heilig gehören mit Iris Radisch zu der Kritikerrunde.



Das Buch Max Frisch "Entwürfe zu einem dritten Tagebuch" ist erschienen!

Als Ergänzung zum dritten Tagebuch, empfehle ich das Buch des Freundes von Max Frisch: "Peter Noll, Diktate über Sterben und Tod. Mit der Totenrede von Max Frisch".


Kommunikationsprofessorin Miriam Meckel über ihr Burnout
"Briefe an mein Leben"

Rosmarie Welter-Enderlin, Liebe braucht Alltag. Vom Wunsch zur
Wirklichkeit
 
Kreuz Verlag
200 Seiten Fr. 33.20

Paare wollen alles: sich binden, Karriere machen, Kinder und Familie haben und erfolgreich im Beruf sein - und zwar beide Partner. Dazwischen funkt oft die Realität: denn er ist nicht einfach zu managen, dieser Alltag. Und dazu kommen noch alte, unbewusst wirksame Vorstellungen von dem, was Männer zu tun haben und was die Frauen.
Rosmarie Welter-Enderlin hat mit vielen Paaren über deren Versuche gesprochen, den widersprüchlichen Ansprüchen gerecht zu werden. Ihre Erfahrung ist: Die postmoderne Vielfalt wird zwar als wunderbar erlebt, doch viele Paare geben zu schnell auf, wenn es schwierig wird. Hier gibt sie konkrete Anregungen und Hinweise, wie gerade jüngere Paare von ihren Wünschen zur Wirklichkeit kommen können.


Nicola Keegan, Schwimmen

 
Rowohlt Verlag
480 Seiten Fr. 34.90

Boo, Mena, Phil oder Pip Philomena hat eine Menge Namen und keinen leichten Stand: Ins Haus eines Fledermausforschers hineingeboren zu werden ist das eine. Dort inmitten einer exzentrischen Familie aufzuwachsen? Eine ganz andere Geschichte. Als das Schicksal noch dazu zweimal über diesen ungewöhnlichen Haushalt hereinbricht und die Mutter sich mit einer Trauerdiät aus M & Ms und Krimis dauerhaft ins Bett verkriecht, gehen auch Philomena allmählich die Gründe aus, nicht völlig abzutauchen. Im 50-Meter-Becken des Schulschwimmbads findet sie eine neue Welt. Und sie beginnt eine bemerkenswerte Karriere, die sie, zunächst an der Liebe vorbei, zu olympischem Gold und bis an den Rand der Verzweiflung führen wird. Doch auch von dort gibt es einen Weg zurück.


Ulrike Ulrich, Fern bleiben

bitte mit Mail bestellen  
Luftschacht Verlag, Wien
240 Seiten Fr. 33.90

Lo fährt ICE, ICN, TGV, Talgo, sie schläft im DNZ, im CNL, im Euronight. Zwischen Hamburg und Zagreb, Irun und Warschau macht sie nicht Halt, steigt immer nur um, trifft Menschen und verliert sie wieder aus den Augen. Wie eine Roulettekugel, sagt Lo. Solange sie sich bewegt,ist alles noch möglich. Mit den Zurückgebliebenen hält sie nur über email und sms Kontakt. Sie wäscht und duscht in den Bahnhöfen, betritt die Städte nur im Notfall, bleibt nie über Nacht. Bis sie in Wien auf David trifft. Das Ende der Reise? Oder nur ein weiteres Etappenziel? Ulrike Ulrich lebt in Zürich.


Olivier Philipponnat/Patrick Leinhardt, Irène Némirovsky.
Die Biographie
 
Knaus Verlag
576 Seiten Fr. 49.90

Das Leben der Schriftstellerin Irène Némirovsky, Autorin des bereits zu Lebzeiten erfolgreichen Romans "Suite française", wird von den beiden Autoren mit Hilfe teilweise erst vor kurzem entdeckter oder bisher unveröffentlichter Dokumente, Tagebücher, publizierter Erinnerungen von Zeitgenossen und Schriftstellerkollegen ausführlich beleuchtet.


Toni Morrison, Gnade

 
Rowohlt Verlag
224 Seiten Fr. 33.90

Der Pflanzer Vaark nimmt gegen seine Überzeugung aus Mitleid ein junges Sklavenmädchen in Zahlung, doch bald stirbt er, und das Mädchen bleibt mit drei anderen Frauen, die das Schicksal dort zusammengeweht hat, allein auf seiner Farm zurück. Zusammen kämpfen sie gegen die Wildnis ...


Sophie Dahl, Verführerisch. Kochen mit Sophie Dahl

 
Berlin Verlag
288 Seiten Fr. 34.90

Sophie Dahl, Enkelin des weltberühmten Autors Roald Dahl und inzwischen selbst eine gefeierte Schriftstellerin, beweist mit ihrem Kochbuch einmal mehr ihr vielseitiges Talent. Ende der neunziger Jahre war sie die sinnliche Antwort auf Kate Moss. Heute ist sie nicht minder erfolgreich mit ihrer Philosophie des Genuss-Essens: kein Kalorienzählen, sondern erfrischende Wellness-Küche.


Franziska Rogger/Monika Bankowski, Ganz Europa blick auf uns! Das
schweizerische Frauenstudium und seine russischen Pionierinnen
bitte mit Mail bestellen  
Verlag Hier und Jetzt
280 Seiten Fr. 53.90

40 Jahre bevor Lenin in der Schweiz die russische Revolution plante, absolvierten Nadeschda Suslowa, Virginia Schlykowa und andere Russinnen in Zürich und Bern als erste Frauen überhaupt ein Universitätsstudium. Während im Zarenreich der Thron des Monarchen ins Wanken geriet, führten die Pionierinnen bei uns ein Leben im Dilemma zwischen Wissenschaft und Revolution, Karriere und Liebesglück. Am Beispiel der Moskauer Adeligen Virginia Schlykowa (1853–1949) und ihrem Kreis beschreibt das Buch die Träume, Erwartungen und Ansprüche, mit denen die mutigen Russinnen aus ihrer Heimat ins Studienland zogen. Welche Rolle spielte dabei die liberale Schweiz? Wie weit kam sie den «Revolutionärinnen» entgegen, wo setzte sie ihnen Grenzen und wo profitierte sie von diesen weiblichen «Bildungsflüchtlingen»? Auf diese Fragen liefert das Buch spannende Antworten. Es schöpft dazu aus bisher ungehobenen Nachlässen in Privatbesitz und Dokumenten aus russischen Archiven.


Jacques Chessex, Ein Jude als Exempel

 
Nagel & Kimche
96 Seiten Fr. 22.90

Im April 1942, mitten im Zweiten Weltkrieg, wird in dem Dorf Payerne in der Schweiz ein Berner Viehhändler grausam ermordet: Die kleine Gruppe lokaler Nazis findet unter den Verlierern und Zukurzgekommenen regen Zulauf, ihre fanatischen Anführer fordern eine Tat als Fanal, damit die Bevölkerung merkt, woher der Wind der Zukunft weht. Ein Toter muss her, ein Jude, der Familienvater Arthur Bloch kommt gerade recht. Das Buch führte in der französischen Presse zu einer ungeheuren Reaktion und ist nach "Der Vampir von Ropraz" Chessex' nächster aufsehenerregender Roman einer wahren Geschichte.


Monika Stocker, He, dich kenne ich doch. Agendanotizen

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Limmat
124 Seiten Fr. 28.50

Seien es der gesprächige Marroniverkäufer, der die Gelegenheit beim Schopf packt, als ihm endlich mal jemand zuhört, die Bewohner des Züribergs, die mit ihren neuen ausländischen Nachbarn nicht zurechtkommen, oder der Alki, der dringend ein neues Hemd braucht - ihnen allen begegnet Monika Stocker mit Menschlichkeit und Verständnis. Sie hört zu, sucht nach Lösungen und greift manchmal auch zu unkonventionellen Methoden. Vierzehn Jahre war Monika Stocker Vorsteherin des Sozialdepartements und hat dabei Zürich «von unten» erlebt. Ihre Begegnungen mit Drogenabhängigen, Alkoholikerinnen, Flüchtlingen und Sozialhilfebezügern hat sie zu kurzen Texten verarbeitet. Einfühlsam und feinfühlig schildert die Politikerin in 55 Geschichten Erfahrungen aus ihrer Amtszeit. Die lebendig erzählten Episoden berühren, regen zum Nachdenken an und lassen schmunzeln.


Viel zu früh ist Mike Audenhove im März 2009 verstorben. Der Band 14 zeigt die letzten in Buchform unveröffentlichten Seiten aus der Reihe ZÜRICH BY MIKE.
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Die März Neuerscheinungen des Hanser Verlages

Sunil Mann, Fangschuss

 
Grafit
256 Seiten Fr. 15.70

Vijay Kumar ist dreißig Jahre alt, indischer Abstammung, frischgebackener Privatdetektiv - und schon desillusioniert: Seine erste Auftraggeberin ist eine anstrengende Frau, die ihre Katze vermisst. Indischer Whisky und eine gehörige Portion Selbstironie helfen ihm, aufkommende Zweifel an seiner Berufswahl zu verdrängen.Doch auch sein zweiter Auftrag ist weder lukrativ noch Glanz und Ruhm versprechend: Die junge Ness macht sich Sorgen um ihren Freund, den Drogendealer Philipp. Lustlos hört sich Vijay in der Szene um und merkt erst, als er über eine Leiche stolpert, dass er längst selbst in Gefahr schwebt. Eine Jagd beginnt - durch das noble Zürcher Bankenviertel bis in die Einsamkeit einer Berghütte. Ein indischer Schweizer oder ein Schweizer Inder? Spannend und amüsant spielt Sunil Mann mit Klischees.


Gabriele Katz, Käthe Kruse. Die Biografie

 
Osburg
464 Seiten Fr. 47.10

Das Leben von Käthe Kruse (1883 - 1968) ist gekennzeichnet durch das Bestreben, allen Widrigkeiten zum Trotz ihre Ideen und Ziele zu verfolgen. Als Kind lebt sie in bedrückender Armut in der starren Ständegesellschaft des wilhelminischen Kaiserreichs. Als junges Mädchen stürmt sie mit außergewöhnlicher Begabung auf die Theaterbühnen Berlins und lebt mit dem berühmten Bildhauer Max Kruse in einer damals skandalösen "freien Ehe'. Sie gehört mehrere Jahre zur legendären Gemeinschaft der Lebensreformer auf dem Monte Verità am Lago Maggiore und entwickelt eine Puppe, wie die Welt sie noch nie gesehen hatte: weich, warm und schwer - ein "Kind fürs Kind'. Was folgt, ist eine Blitzkarriere: Die Puppen werden zum nationalen und internationalen Verkaufsschlager. Ihre Puppenwerkstatt führt sie mit Durchsetzungskraft, weiblichem Charme und unternehmerischer Umsicht bis 1957 durch alle wirtschaftlichen und politischen Krisen hindurch.


Alexander Sury, Fürs Leben gern. 20 Begegnungen

 
Verlag Huber Frauenfeld
180 Seiten, mit Fotos Fr. 43.60

Der Journalist Alexander Sury hat Zeitgenossen getroffen, deren Lebenswege ungewöhnlich verlaufen sind, die aber alle eines gemeinsam haben: Freude am Leben. Er kam mit vielen Fragen zu seinen Gesprächspartnern: Das Resultat seiner Arbeit ist ein Band voller spannender Begegnungen mit Menschen, die aus ihrem Leben Ungewöhnliches gemacht haben. Die Texte gehören zum Besten, was im Schweizer Journalismus in den letzten Jahren entstanden ist.
Porträtiert werden: Moritz Leuenberger, Bundesrat / Kurt Koch, Bischof / Sepp Blatter, FIFA-Präsident / Svetlana Geier, Übersetzerin / Arno Grün, Psychoanalytiker / Trudi Gerster, Märchenerzählerin / Bill Wilson, Prediger / Roland Begert, Verdingkind, Gymnasiallehrer / Louis Romain Jenzer, Schriftsteller / Jörg Stettler, Nationalratskandidat, Büezer / Liselotte Pulver, Schauspielerin / Alain Tanner, Filmemacher / Dieter Meier, Musiker, Schriftsteller, Unternehmer / H.R.Giger, Künstler Georg Kreisler, Kabarettist / E.Y.Meier, Schriftsteller / Frido Mann, Psychologe, Schriftsteller / Konstanze v. Schulthess, Stauffenberg-Tochter / Hausi Leutenegger, Unternehmer, Gesamtkunstwerk / Tom Kummer, Journalist


Andri Perl, Die fünfte, letzte und wichtigste Reiseregel

 
Salis Verlag
224 Seiten Fr. 34.80

Fast sechzig Jahre nach dem Verschwinden seines Großonkels Lorenz Steiner reist Christoph Roth vom Engadin aus in den Süden. Er folgtden geheimnisvollen Gedichten, die Steiner aus Italien und Frankreich gesandt hat, jedes von ihnen mit einem Städtenamen als Titel: Meran, Venedig, Florenz, Rom. Steiner ist damals mit seinem italienischen Freund Biancardi aus Chur abgehauen, ohne Abschluss, Europa lag noch in Trümmern. Egal, Hauptsache weg. Christoph Roth, eben mit dem Studium fertig geworden, mit etwas Geld und ohne Zukunftspläne, beschäftigt sich damit, seine selbstauferlegten Reiseregeln zu befolgen: Kein Handy, früh aus den Federn, gutes Essen, hübsche Frauen ansprechen und als fünfte, letzte und wichtigste Reiseregel den Gedichten folgen. Je weiter erkommt, desto mehr stellt sich ihm allerdings die Frage, weshalb er diese Reise tätigen zu müssen glaubt und ob er wirklich das Geheimnis der Gedichte lüften muss. Andri Perl gelingt mit seinem Roman ein beeindruckendes Debüt. Sprachgewandt und geistreich wie selten ein junger Autor erzählt er die fein verwobene Geschichte von zwei Reisenden verschiedener Generationen. Die fünfte, letzte und wichtigste Reiseregel ist ein Reise-, auch ein komprimierter Bildungsroman, eine Geschichte über Selbstfindung und Erwachsenwerden Mitte des letzten und am Anfang dieses Jahrhunderts.


Der "Literaturclub" mit Iris Radisch findet neu im Papiersaal in Zürich statt.
Zum Kritikerteam gehören: Traudl Bünger, Corina Caduff, Peter Hamm, Juri Steiner und Stefan Zweifel.

Gäste sind am 9. März: Alexander Kluge und Mike Müller

Gunter Frank/Maja Storch, Die Manana-Kompetenz. Entspannung als
Schlüssel zum Erfolg
 
Piper
205 Seiten Fr. 26.20

Nach 10 Stunden im Büro noch Unterlagen in der Tasche, die Mailbox schon wieder voll und nicht mal nachts das Gefühl, alles erledigt zu haben? Als Ausgleich machen wir montags Yoga, mittwochs Familienabend und haben freitags Sex. Und trotzdem rauscht das Leben in Höchstgeschwindigkeit vorbei. Wir sind erfolgreich und organisiert aber unglücklich. Kein Wunder, sagen Gunter Frank und Maja Storch, und zeigen, dass das ganze Getue um die richtige Work-Life-Balance und das perfekte Zeitmanagement vor allem eines verursacht: noch mehr Stress. Auf die Fähigkeit, bewusst zu relaxen, kommt es an ohne schlechtes Gewissen einfach nur abzuschalten. Mañana-Kompetenz heißt diese Fähigkeit, die man mit diesem Buch ganz einfach lernen kann. Das Ergebnis: Ausgeglichenheit, Power und die beste Burn-out-Prophylaxe.


Alice Munro, Tanz der seligen Geister

 
Dörlemann
260 Seiten Fr. 39.90

Tanz der seligen Geister war das Debüt der großen Meisterin der kleinen Form. Die Sammlung erschien im Original 1968 und wird nun erstmals auf deutsch herausgegeben. Bereits hier zeigt sich Alice Munro als präzise, unsentimentale und abgründige Chronistin zeitgenössischen Alltagslebens. Stehen in ihren späteren Büchern jedoch Frauen mittleren Alters im Vordergrund, so finden sich in Tanz der seligen Geister vor allem Erzählungen vom Erwachsenwerden.


Dirk Schümer, Zu Fuss. Eine kurze Geschichte des Wanderns

 
Malik
208 Seiten Fr. 29.70

Dirk Schümer ist sein Leben lang mit Hingabe gewandert. Heute ordnet sich der bekennende Teilzeitnomade im soliden Mittelfeld ein, zwischen simplem Spaziergang und hoch ausgerüsteter Expedition. Er durchquert keine Urwälder, bewältigt keine hohen Berge; aber ein Tag, an dem er nicht zu Fuß gegangen ist, ist für ihn ein verlorener Tag. Er schätzt die Spontaneität, aber auch ein gewisses Maß an Vorbereitung und Systematik: Klar, man kann auch in klatschnassen Jeans drauflosstreifen; Funktionskleidung und Landkarte aber erhöhen den Spaß enorm Kundig, mit Witz und reich an persönlichen Erfahrungen beleuchtet der renommierte Autor Evolution und Kulturgeschichte des Wanderns - und wie es bei Jungen wie Alten zum neuen Breitensport wurde.


Helmut Schmidt/Fritz Stern, Unser Jahrhundert. Ein Gespräch

 
Beck Verlag
Fr. 39.90

Fangen Sie an, Fritz" - mit diesem Satz beginnt ein Gespräch unter Freunden. Helmut Schmidt und Fritz Stern kennen sich seit vielen Jahren und haben sich im Sommer 2009 zusammengesetzt, um über Themen miteinander zu reden, die ihnen am Herzen liegen: Erfahrungen und Lehren aus der Geschichte, das gemeinsam erlebte Jahrhundert, Menschen, die ihnen begegnet sind.
Das Ergebnis ist ein ebenso anregendes wie kurzweiliges, freimütiges und nicht selten witziges Buch, in dem sich der Politiker und der Historiker die Bälle zuspielen, mal im Konsens, mal im Widerspruch, stets auf eine pointierte Darlegung ihrer eigenen Positionen bedacht. Das Spektrum der behandelten Fragen reicht von Bismarck bis Israel, vom Zweiten Weltkrieg bis zum Aufstieg Chinas, vom Rückblick auf die Ära Bush bis zu den überhöhten Boni für Banker - und auch die Anekdoten kommen nicht zu kurz. Zwei kluge alte Männer streifen durch das 20. Jahrhundert und die Welt von heute, und der Leser genehmigt sich eine Prise Weisheit.


J.M. Coetzee, Sommer des Lebens

 
S.Fischer
320 Seiten Fr. 34.90

Mit "Im Sommer" gewährt uns J. M. Coetzee überraschend Einblick in seine entscheidenden Lehrjahre als Schriftsteller. Aus Amerika zurückgekehrt, tuscheln die Verwandten hinter seinem Rücken: warum lebt er nur wieder hier in Südafrika bei seinem Vater und betoniert den Hof? Den Kopf voll Büchern und wilden Plänen, eine akademische Karriere, die nicht ins Laufen kommt, eine verheiratete Frau, die von dem rätselhaften Langhaarigen fasziniert ist, eine brasilianische Tänzerin, deren Tochter Nachhilfe braucht, schließlich die Cousine Margot und ein missglückter Ausflug ins Veld, der großen offenen Steppe, in der die Coetzee schon immer ihr Vieh hüteten.


Peter Kamber, Geheime Agentin

 
Basis Druck
1385 Seiten Fr. 57.40

Im Krieg der Geheimdienste - Krieg hinter dem Krieg - galten Lüge, Täuschung und Verstellung als allgemeine Kampfmittel, gegen die sich "Gefühle" als höchst verletzliche Sensorien erwiesen. Die Hauptfigur des Romans, Elizabeth Wiskemann, operierte als Agentin eines englischen Dienstes gegen Nazideutschland. Sie war in der Schweiz stationiert, wo deutsche Geheimnisträger sie mit Informationen aus dem Reich versorgten, die sich jederzeit als Desinformationen entpuppen konnten. Gründlich mißtrauen mußte sie auch dem Vertreter des deutschen Militärwiderstands Hans Bernd Gisevius, der als Zivilist zu jener Gruppe im Zentrum des deutschen militärischen Geheimdienstes Ausland/Abwehr (Admiral Canaris) gehörte, die seit 1938 gegen Hitler putschen wollte und laufend Angriffsdaten an die betroffenen Staaten leitete.


Anne Weber, Luft und Liebe

 
S.Fischer
192 Seiten Fr. 31.40

Wo die Liebe sich in Luft auflöst, fängt Literatur an: "Luft und Liebe" ist eine mitreißende Liebes- und Verratsgeschichte, ein großes literarisches Vergnügen.
Die große Liebe - gibt es das? Anfang Vierzig und in Herzensdingen längst an das ganz normale Glück oder Unglück gewöhnt, begegnet sie in Paris einem nicht mehr ganz jungen Mann mit Bauchansatz, nach dem sich auf der Straße niemand umdrehen würde. Aber entgegen alle Erwartungen ist er der Mann, auf den die Heldin gewartet hat: Er ist zärtlich, aufmerksam und charmant, Hals über Kopf verliebt und verspricht ihr den Himmel auf Erden. Und um die Idylle vollkommen zu machen, lebt dieser Märchenprinz auf einem Schloss in der französischen Provinz.
Zu schön, um wahr zu sein? Als die Träume - gemeinsames Leben, Hochzeit, Kind - Realität werden sollen, zerplatzen sie wie Seifenblasen. Und die mit großer Leichtigkeit und funkelnder Ironie erzählte Geschichte nimmt ein Ende mit Schrecken.


Der neue Roman über Möchtegern-Schriftsteller:
"Milena Moser, Möchtegern"

Hanser
Bücher im
Februar

Thomas Hürlimann, der grosse Kater
das Buch und die CD zum Film

Anita Nair, Kathakali

 
Hoffmann & Campe
526 SeitenFr. 38.90

Als der Reiseschriftsteller Christopher Stewart auf der Suche nach dem berühmten Kathakali-Tänzer Koman nach Kerala kommt, findet er dort eine Welt voller Mysterien vor. Vom ersten Moment an fühlen sich Koman, seine Nichte Radha und der Mann mit dem Cello und dem unstillbaren Wissensdurst magisch zueinander hingezogen. Radhas Mann bleibt ausgeschlossen und muss hilflos mit ansehen, wie sie Chris eine Leidenschaft entgegenbringt, die es in ihrer Ehe nie gegeben hat. Parallel zu dieser jungen Liebe wird nach und nach die fesselnde Lebensgeschichte von Koman enthüllt, in der sich die aktuellen Ereignisse auf kunstvolle Weise widerspiegeln.


Gabriele Wittmann/Ursula Schorn/Ronit Land, Anna Halprin. Tanz -
Prozesse - Gestalten
 
K. Kieser Verlag
208 Seiten Fr. 30.00

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann in den USA ein Aufbruch des Tanzes hin zur Postmoderne. Anna Halprin (geb. 1920) entwickelte sich zu einer Wegbereiterin für die Generation des Judson Dance Theater: Als Tänzerin erforschte sie die anatomischen Gegebenheiten des Körpers und die in ihm angelegte Erlebniswelt. Als Pädagogin bot sie etwa Simone Forti, Yvonne Rainer und Meredith Monk Raum für Explorationen, als Choreographin verließ sie die Ebene der Narration und erkundete die Idee der kollektiven Improvisation. Im gesellschaftlichen Aufbruch der sechziger und siebziger Jahre kreierte sie in Kalifornien durch gemeinschaftlich sich entwickelnde Scores Rituale für große Bevölkerungsgruppen. Ihr in Bausteinen angelegter »Life/Art Process« ist ein die Kreativität anregender Prozeß, der inzwischen in vielen Ländern künstlerisch, therapeutisch und pädagogisch angewendet wird.


Thomas Schenk, Im Schneeregen

 
Weissbooks
112 Seiten Fr. 29.50

Man hat ihn, halb erfroren, im Wald gefunden: Matthias Schwitter. Jetzt liegt er in der Klinik, und durch seinen Kopf jagen Erinnerungen, Bilder, Schatten eines Lebens, das nicht weit zurückliegt. Und noch lange nicht gelebt ist. Was hat er tagaus, tagein in der Bank zu tun gehabt? Auf welchen Wegen ist er durch Zürich geirrt? Warum hat sich eine Liebe nicht verwirklicht?


Siri Hustvedt, Die zitternde Frau

 
S.Fischer Verlag
224 Seiten Fr. 33.20

Die ist die Geschichte einer mysteriösen "Störung" und derjenigen, die von ihr befallen wurde: die bekannte New Yorker Schriftstellerin Siri Hustvedt. 2003 starb Siri Hustvedts Vater in einem Pflegeheim in Northfield, Minnesota, an einem Lungenemphysem. Wenige Tage vor seinem Tod hatte sie ihn noch einmal besucht, danach von Brooklyn aus mit ihm telefoniert. Bei seiner Beerdigung hielt sie eine Grabrede, «mit fester Stimme, ohne Tränen», es war der Wunsch ihres Vaters. Zweieinhalb Jahre später hielt sie auf dem Campus des St. Olaf College in seiner Heimatstadt, wo Lloyd Hustvedt lange gelehrt hatte, eine weitere Rede zu Ehren ihres Vaters; da passierte es zum ersten Mal, dass sich ein unkontrollierbares Zittern ihrer bemächtigte. Seither setzt sich die mit Paul Auster verheiratete New Yorker Schriftstellerin mit dem Phänomen auseinander – mit der Geschichte ihrer Nerven, mit dem komplexen Wechselspiel von Geist, Psyche und Körper, mit der Frage aller Fragen: Woher kommen wir, wohin gehen wir, wer sind wir? Die zitternde Frau ist Siri Hustvedts persönlichstes Buch: das beeindruckende Dokument einer Suche nach dem, was uns im Innersten zusammenhält.


Alissa Walser, Am Anfang war die Nacht Musik

 
Piper Verlag
256 Seiten Fr. 34.90

Als Franz Anton Mesmer das blinde Mädchen in sein magnetisches Spital aufnimmt, ist sie zuvor von unzähligen Ärzten beinahe zu Tode kuriert worden. Mesmer ist überzeugt, ihr endlich helfen zu können, und hofft insgeheim, durch diesen spektakulären Fall die ersehnte Anerkennung der akademischen Gesellschaften zu erlangen. Auch über ihre gemeinsame tiefe Liebe zur Musik lernen Arzt und Patientin einander verstehen, und bald gibt es erste Heilerfolge ... In ihrer hochmusikalischen Sprache nimmt Alissa Walser uns mit auf eine einzigartige literarische Reise. Ein Roman von bestrickender Schönheit über Krankheit und Gesundheit, über Musik und Wissenschaft, über die fünf Sinne, über Männer und Frauen oder ganz einfach über das Menschsein.


Mona Bodenmann, Mondmilchgubel. Wald ist der Schauplatz des neuen Kriminalromanes der Autorin aus Küsnacht.


Ab sofort druckfrisch erhältlich: Das neue Buch von
Martin Suter: "Der Koch". Wirtschafts- und Politthriller, Liebesgeschichte und ganz besondere Gaumenfreuden sind die Zutaten. Mehr

Leena Lehtolainen, Ich war nie bei dir

 
Kindler Verlag
350 Seiten Fr. 34.90

Ein Familienausflug auf eine einsame Insel im finnischen Schärengebiet wird das Leben von Jaana für immer verändern. Denn ihr Mann Riku kehrt vom Schwimmen nicht mehr zurück. Die Familie findet nur noch seine Sachen und alarmiert die Polizei, die widersprüchliche Indizien findet. Ist er ertrunken? Wurde er ermordet? Oder war es Selbstmord? Niemand weiß, was genau geschehen ist. Alles scheint möglich.


Bruno Ziauddin, Curry-Connection. Wie ich zu fünf Tanten, 34 Cousins und
einem neuen Namen kam

 
Rowohlt Taschenbücher Band 62548
224 Seiten, farb. Fotos Fr. 17.40

Die ebenso lustige wie berührende Familiengeschichte eines Multikultikindes.
Für seine Herkunft hat sich Bruno Ziauddin nie interessiert. Erst nach dem Tod der Eltern, reist er in das Geburtsdorf des Vaters - ein entlegenes Nest an der Südspitze Indiens. Tee trinkend und Verständigungsprobleme umschiffend, lernt der Autor nicht nur seine fünf Tanten und 34 Cousins kennen. Die turbulente Reise bildet auch den Ausgangspunkt, um mehr über den ungewöhnlichen Werdegang des Vaters in Erfahrung zu bringen: Seine Spurensuche führt nach London, Ghana und zurück nach Indien - und fördert so manche Überraschung zutage.


Peter Bichsel, Über Gott und die Welt. Texte zur Religion

 
Suhrkamp Taschenbücher Band 4154
275 Seiten Fr. 15.60

Bichsel und Religion? Hat er, der bekennende Sozialist, denn etwas mit ihr zu tun? Er hat: Über Jahrzehnte hinweg äußerte er sich immer wieder zu religiösen Themen. In Essays und Erzählungen, aber auch in Laienpredigten zeigt er sich als wacher Beobachter, der beides zu verbinden weiß: ein existentielles Interesse an Religion und einen klaren Blick für ihre problematischen Begleiterscheinungen. Neben engagierten Plädoyers zum Verhältnis von Religion und Gesellschaft finden sich immer wieder auch Hinweise auf die religiöse Dimension der fundamentalen kulturellen Praktiken des Lesens und Erzählens. Dank bislang verstreut oder noch gar nicht publizierter Texte bietet der Band erstmals Einblick in eine facettenreiche Auseinandersetzung, in der Gott konsequent von der Welt aus in den Blick genommen wird.


Lesen geht weiter - Elke Heidenreich auf dem Internet

Heinz Staffelbach, Wandern und Geniessen im Winter. Die schönsten Schnee-
schuh und Winterwander-Weekends in der Schweiz mit Berghotel Komfort

 
AT Verlag
192 Seiten, 250 Farbabbildungen Fr. 59.90

Bergwandern liegt im Trend, seit einigen Jahren auch im Winter. Zusätzlich erlebt das Schneeschuhlaufen in den Alpen einen wahren Boom.
Nach dem sensationellen Erfolg des Sommer-Bandes von »Wandern und Geniessen« (2. Platz der Schweizer Sachbuch-Bestsellerliste) legt der Autor nun den Folgeband für den Winter vor: Er beschreibt wiederum attraktiv, illustriert mit über 250 erstklassigen Fotos die schönsten zweitägigen Wanderungen in der Schweiz, verbunden mit der Übernachtung in einem komfortablen Berghotel, ganz nach dem Motto: Daunenbett und heiße Dusche statt Massenlager und Katzenwäsche.
Das Buch enthält mehr als 30 der schönsten und lohnenswertesten zweitägigen Touren in den Schweizer Alpen und im Jura. Für die meisten der vorgestellten Orte werden sowohl zwei Winterwanderungen als auch zwei Schneeschuhtouren vorgeschlagen und detailliert beschrieben, mit Angaben zu Schwierigkeit und Länge, Vorstellung der Berghäuser und praktischer Übersichtskarte. Die Touren sind allesamt eher leicht und nicht zu lang, und die Ausgangspunkte mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
Ein Buch für alle, die gerne in der Wunderwelt des Winters wandern oder mit Schneeschuhen losziehen und dabei nicht auf eine Prise Luxus verzichten wollen.


Guy Krneta, Mittel Land. Morgengeschichten

 
Der gesunde Menschenverstand
83 Seiten Fr. 22.00

Seit 2006 schreibt Guy Krneta regelmässig für Radio DRS 1 «Morgengeschichten». Es sind kurze, prägnante Texte, die alltägliche Begegnungen und Phänomene als Ausgang nehmen: Ob Kinder-Patenschaften, Beerdigungen, das Wetter, Verwandtschafts- oder Liebesbeziehungen: Die Beobachtungen geraten dank Guy Krnetas erzählerischer und sprachrhythmischer Virtuosität immer auch zu einer leichtfüssigen Reflexion über das Leben an sich. In der Fülle von 99 Geschichten entstand eine Art öffentliches Skizzen-buch über das Schweizer Alltagsleben. Alle Texte sind sowohl in Mundart wie in hochdeutscher Übersetzung (Uwe Dethier) abgedruckt.


Eric-Emmanuel Schmitt, Vom Sumo, der nicht dick werden konnte

 
Ammann Verlag
112 Seiten Fr. 26.50

Für den japanischen Straßenjungen Jun verändert sich alles, als er den Sumomeister Shomintsu kennenlernt, in dessen Schule eintritt und beginnt, sich mit dem Zen-Buddhismus auseinanderzusetzen.
"Ich sehe schon, wie groß und stark du mal wirst", prophezeit der alte Shomintso jedes Mal, wenn er den schmächtigen Jun in den Straßen Tokyos trifft. Und wie beiläufig läßt er ihm eine Eintrittskarte fürs Sumo-Ringen da. Doch für Jun ist Sumo die albernste Sache der Welt, "der Inbegriff dessen, was ich an Japan haßte, der Gipfel der Geschmacksverirrung, der Fudschijama des Horrors". Erst als das Leben dem 15jährigen Straßenjungen auch noch das Letzte genommen hat, besucht er das Zentrum des alten Shomintso. Was er dort erlebt, krempelt alles Bisherige von innen nach außen, und Jun macht den ersten Schritt in ein völlig neues Leben. An der Seite von Meister Shomintso eröffnen sich ihm ungeahnte Welten. Aber kann einer ein wirklich guter Zen-Schüler und großer Sumoringer werden, wenn er allen Anstrengungen zum Trotz kaum ein Gramm zunimmt? Vom Sumo, der nicht dick werden konnte ist die Geschichte einer Wandlung, denn erst wenn sich einem der Blick für das Wesentliche öffnet, kann man die Schritte tun, die zu tun sind.


Der Reiz der dritten Lebenshälfte. Ein Lesebuch für jeden Tag. Hrsg. von
Luca P.Marighetti und Gerhard Schwarz
 
Tre Torri
607 Seiten in Schuber Fr. 115.00

Themen wie demografischer Wandel und eine zunehmend ältere Bevölkerung machen seit Jahren Schlagzeilen - vor allem negative. Dabei ist es eher so, dass viele Ältere bei guter Gesundheit sind und unsere Gesellschaft mit wachem Geist und durch wertvolle Erfahrungen prägen und voranbringen. Die dritte Lebenshälfte ist ein Geschenk, das noch viele Überraschungen und Lebensfreuden bereithält. Auch in früheren Zeiten hat es ältere und weise Menschen gegeben, die sich kluge Gedanken über diese Lebensphase gemacht haben. Das Buch versteht sich als "Vademecum", das Erfahrungen und Denkanstöße aus vier Jahrtausenden, fünf Kontinenten und vielen Disziplinen versammelt. Es soll seine Leser inspirieren und sie auf der Suche nach individuellen Antworten begleiten. Aufgrund seiner hochwertigen und widerstandsfähigen Ausstattung sowie dem handlichen Format eignet sich das "Vademecum" auch zum Mitnehmen.


René Lüchinger/Ueli Burkhard, Stephan Schmidheiny.
Sein langer Weg zu sich selbst

Waltis Beizenführer Ausgabe 2010 können Sie hier zum Preise von Fr. 20.00 + Versandkosten bestellen
Dieser ZH - Beizenführer will sich nicht mit Hochglanz-Büchern messen. Er ist ehrlich, nett, verführerisch und manchmal auch frech und böse. Immer aber ist es die persönliche Meinung eines Kritikers.




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