In den nächsten Wochen werden viele interessante Bücher erscheinen - bald werden Sie mehr hier finden!

Andrea Stoll, Zwei Menschen sind in mir. Ingeborg Bachmann. Die Biografie. Zum 100. Geburtstag am 25. Juni

folgt nach Erscheinen 30. April 2026 Bitte per Mail bestellen
Piper Verlag
400 Seiten Fr. 35.90

Fünfzig Jahre nach ihrem Tod fordern Ingeborg Bachmanns Briefe eine neue Perspektive auf Leben und Werk dieser Autorin, die uns heute aktueller denn je erscheint. Andrea Stolls Biografie beleuchtet das unübersehbare Spektrum Bachmann'scher Ambivalenzen von seinen Ursprüngen her und führt uns vor Augen, wie diese ikonische Dichterin in eine Spirale von Selbstinszenierung und Selbstzerstörung geraten konnte. Dabei stützt Stoll sich neben wissenschaftlichen Recherchen auf Gespräche mit Zeitzeugen und die Auswertung jüngst veröffentlichter Briefe und Tagebucheinträge. Der erfahrenen Bachmann-Forscherin gelingt so eine erste umfassende Biografie, die viele Rätsel dieses Lebens von den Anfängen bis zu ihrem Ende offenlegen kann.

Gabriela von Arnim, Abschied leben. Tagebuch eines Zeitgefühls

folgt nach Erscheinen 17. April 2026 Bitte per Mail bestellen
Rowohlt Verlag
256 Seiten Fr. 33.50

Abschied ist immer und überall. Jeden Abend nehmen wir Abschied vom Tag. Jeden Morgen verabschieden wir uns von der Nacht. Wir nehmen Abschied von Jobs, Jahreszeiten, Wohnungen, Träumen, Städten, von der Jugend, der Kraft, der Zeit, von unberührter Natur, von früheren Ichs unserer selbst. Kinder gehen in die Welt, Eltern in den Tod, Liebhaber zur nächsten Frau oder zum nächsten Mann. Dem endgültigen Abschied entrinnt ohnehin keiner. 'Manchmal übe ich sterben', schreibt die Autorin.
Und nun nehmen wir auch noch Abschied von der Friedensgewissheit und von der Gewissheit der liberalen Demokratie. Abschiede sind unsere täglichen Lebensgefährten und Lehrmeister. Aber Abschied ist nicht nur Verlust und Traurigkeit, Abschied ist auch befreiend. Viel zu oft vergessen wir den Aufbruch im Abschied. Übersehen die Freiheit der Ungewissheit.

Angelika Overath, Calanda oder Alvas Antwort

folgt nach Erscheinen 18. März 2026 Bitte per Mail bestellen
Luchterhand Verlag
160 Seiten Fr. 33.50

Es beginnt in der Morgendämmerung. Alva bricht auf, um den Churer Hausberg Calanda zu besteigen. Vor ihr liegen knapp zweitausend Höhenmeter. Sie hat eine Nachricht erhalten, die ihr Leben verändern wird. Möchte sie zurückkehren? Schritt für Schritt dem Gipfel entgegen erinnert sie Momente ihres Lebens. Da ist der Engadiner Cla, Vater ihrer Tochter, und der Istanbuler Baran, Vater ihres Sohns. Alva ist alleinerziehend und lebt doch eine familiäre Dreiecksbeziehung. Wie kann sie eine gute Mutter bleiben? Wie viel Belastung verträgt die Liebe, die Freundschaft zu Baran und Cla, die einmal ein Paar waren? Und Alva erinnert sich an ihre Großmutter, die Flucht und Vertreibung erlebte und deren Stärke durch die Generationen hinweg Alva Kraft gibt. Sie erkennt, dass die eigene Schwäche annehmen Stärke sein kann. Ein intimes, ein mutiges Buch, das fragt, was ein lebenswertes Leben ausmacht.

Sandra Steiner Roth, Muttersein und Essstörung. Den Kreislauf durchbrechen - ein Ratgeber für Mütter
folgt nach Erscheinen 9. März 2026 Bitte per Mail bestellen
Hogrefe Verlag
120 Seiten Fr. 28.50

Essstörungen sind oft mehr als ein individuelles Problem - sie sind oft Teil eines generationenübergreifenden Musters. Kinder von Müttern mit Essstörungen haben ein deutlich erhöhtes Risiko, selbst zu erkranken. Doch dieser Kreislauf lässt sich durchbrechen.
Dieser praxisnahe Ratgeber richtet sich an Mütter, die selbst von einer Essstörung betroffen sind oder waren - und die sich auf den Weg gemacht haben, ihre Muster zu erkennen, zu hinterfragen und zu verändern. Ziel ist es, die nächste Generation zu schützen, ohne dabei den Anspruch zu erheben, perfekt sein zu müssen.

Lukas Bärfuss, Die Königin der Nacht. Ein kurzes Buch über meine Mutter

folgt nach Erscheinen 15. Mai 2026 Bitte per Mail bestellen
Rowohlt Verlag
144 Seiten Fr. 30.90

Eine kleine Stadt in der Schweiz. Ein Haushalt mit einer Frau und ihrem Sohn. Es gibt keinen Mann, es gibt Männer. Und an Geld herrscht immer Mangel, an Zärtlichkeit erst recht.
Die Mutter von Lukas Bärfuss war eine Frau ohne Bildung und ohne Perspektiven, dafür mit einem unstillbaren Freiheitsverlangen. Das Kind sah sie als Fessel, sie hatte sich dieses Leben nicht ausgesucht. Eine Rabenmutter, so nannte sie sich selbst; ihr Sohn landete auf der Straße. Sie hatte nur die Waffe der Ohnmächtigen, das böse Maul. Und im Alter blieb ihr kein anderer Ausweg als die Armutsmigration in die Dominikanische Republik, aus einem der wohlhabendsten Länder der Welt, in dem der Lebensabend unerschwinglich für sie war.
Der Sohn musste sich früh in der Kunst üben, seine Mutter zu überleben. Und heute stellt er, schreibend sich erinnernd, die Frage, wo in einem elenden Leben die persönliche Verantwortung aufhört und die einer ganzen Gesellschaft beginnt.

Dina Casparis, Die dunkle Seite der Schokolade. Die dunklen Geheimnisse der Schokoladenindustrie 
folgt nach Erscheinen 24. März 2026 Bitte per Mail bestellen
Emons Verlag
384 Seiten Fr. 18.00

Das Vermächtnis der Schokoladenvilla. Serafine Montalin nimmt einen Job als interne Ermittlerin im Schokoladenkonzern CacaoBest an - mit einem heimlichen Ziel: Sie will den Jahre zurückliegenden angeblichen Unfalltod ihres Vaters aufklären. Doch weitere verdächtige Machenschaften und der erbitterte Übernahmekampf um die Schokoladenfabrik Grison werden Serafine zum Verhängnis. Sie gerät zwischen die Fronten - und stößt auf ein düsteres Kapitel in der Vergangenheit eines Schweizer Schokoladenherstellers, das sie selbst in den Abgrund reißen könnte ...

Stefan Gartmann, Falätscha. Vom Schweigen in den Bergen

folgt nach Erscheinen 31. März 2026 Bitte per Mail bestellen
Bilger Verlag
650 Seiten Fr. 40.00

Geschehen ist es auf der Alp Falätscha, weit hinten im Safiental. Der Fund einer Leiche, ein Verbrechen vor 28 Jahren. Doch was genau ist dort passiert, in jener Nacht, als die Leute unten im Turrahus am Tanzfest waren? Im Tal wissen alle mehr, als sie zu sagen bereit sind. Kriminalkommissarr Jon Calonder und sein Kollege ermitteln. Ihre Befragungen und Verhöre führen tief in die Schicksalsgemeinschaft der Berge und fördern ein Verbrechen zutage, bei dem die Grenzen zwischen Opfer und Täter, zwischen Gut und Böse, verschimmen. Ein Mordfall, dessen Konturen sich im Nebel der zeit aufgelöst haben.

Flurina Badel, Nebelflüchtige

folgt nach Erscheinen 4. März 2026 Bitte per Mail bestellen

Rotpunkt Verlag
220 Seiten Fr. 28.00

Aita hat das heimatliche Unterengadin nach dem Abitur verlassen und in Wien ein neues Leben gefunden, in der 'Hauptstadt am Inn', wie Johannes ihr zuliebe sagt. Schließlich ist der Inn in Passau, wo er mit der Donau zusammenfließt, der breitere der beiden Flüsse. Erst nach dem unerwarteten Tod ihrer Mutter kehrt Aita zurück ins Heimatdorf, aber es ist nicht mehr das Zuhause ihrer Kindheit. Die alten Engadiner Häuser werden eines nach dem anderen an den Meistbietenden verkauft. Der Luxusimmobilienmarkt boomt, und auch Aitas Brüder wollen davon profitieren. Aita kann es nur traurig geschehen lassen, während ihr alter Schulfreund Luis, der den Dorfladen übernommen hat, immer verzweifelter nach Strategien des Widerstands gegen die Kommerzialisierung der Natur und der lokalen Traditionen sucht. Nebelflüchtige ist ein vielstimmiger, poetischer und packender Roman über das Aufeinanderprallen heutiger Lebenswelten.

Charles Lewsinsky, Eine andere Geschichte

folgt nach Erscheinen 25. März 2026 Bitte per Mail bestellen
Diogenes Verlag
416 Seiten Fr. 35.00

Los Angeles, 1959. Der betagte Filmproduzent Curtis Melnitz wird jede Nacht von Albträumen heimgesucht. Er braucht unbedingt Schlaftabletten - aber die bekommt er nur, wenn er regelmäßig zur Psychoanalyse geht. Auf der Couch des Psychiaters erzählt er wider Willen seine Geschichte, sein Leben zwischen Hollywood und Berlin, zwischen der noch schwarz-weißen, stummen Traumfabrik und der umso grelleren, schreienden deutschen Wirklichkeit des frühen 20. Jahrhunderts. Jede Sitzung ein Kapitel. Ein Leben wie ein Roman.

Fleur Jaeggy, Die letzten Tage von Ingeborg.

folgt nach Erscheinen 21. April 2026 Bitte per Mail bestellen
Suhrkamp Verlag
45 Seiten Fr. 23.50

Fleur Jaeggy erinnert sich an Ingeborg Bachmann, ihre Weggefährtin, langjährige Freundin - und große Liebe? -, an das viele, viel zu wenige gemeinsame Leben, an lichte, unbeschwerte Nähe und an das schwere Ende Ingeborgs. Und Fleur Jaeggy breitet diese Erinnerungen so aus, wie nur sie es kann, schonungslos anschaulich, in zärtlicher Lakonie.Im Sommer 1971 fahren die beiden in einem roten Alfa Romeo von Rom aus an die toskanische Küste. Der Plan ist einfach: einen Monat zusammen verbringen, keine Briefe, keine Anrufe, Meer, Sonne. Sie gehen täglich schwimmen, reden bis tief in die Nacht. Italo Calvino kommt zu Besuch, Uwe Johnson schaut vorbei, aber eigentlich sind sie so innig, dass sie niemanden sonst sehen wollen. Nur knapp zwei Jahre später stirbt Ingeborg Bachmann und Fleur Jaeggy bleibt in tiefer Trauer zurück.


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