In den nächsten Wochen werden diese Bücher erscheinen - dies ist meine Auswahl

T.C. Boyle, das Licht

erscheint Januar 2019 Info/bestellen
Hanser Verlag
384 Seiten Fr. 31.30

Endlich wird der aufstrebende wissenschaftliche Assistent Fitz auf eine der LSD-Partys seines Professors Leary in Harvard eingeladen. Er erhofft sich davon einen wichtigen Karriereschritt, merkt aber bald, dass Learys Ziele weniger medizinischer Natur sind; es geht dem Psychologen um eine Revolution des Bewusstseins und eine von sozialen Zwängen losgelöste Lebensform. Fitz wird mitgerissen von dieser Vision, mit Frau und Sohn schließt er sich der Leary-Truppe an: Sie leben in Mexiko, später in der berühmten Kommune in Millbrook, mit Drogen und sexuellen Ausschweifungen ohne Ende. Ein kreischend greller Trip an die Grenzen des Bewusstseins und darüber hinaus - T.C. Boyle at his best.
Weltpremiere! T.C. Boyles neuer großer Roman über LSD.

Cees Nooteboom, Venedig. Der Löwe, die Stadt und das
Wasser

erscheint Juni 2019 Info/bestellen
Suhrkamp
200 Seiten Fr. 34.50

Das erste Mal, 1964, in Gesellschaft einer jungen Frau. Dann, 1982, mit dem Orientexpress. Erst beim zehnten Mal das Wagnis: eine Gondelfahrt. Und schließlich, 2018, kappt ein heftiger Sturm die einzige Landverbindung zwischen der Stadt und dem Rest der Welt und sorgt dafür, dass der Gast länger bleibt als geplant.
Cees Nootebooms Liebe zu Venedig, dieser "absurden Kombination von Macht, Geld, Genie und großer Kunst", dauert nun schon über 50 Jahre an. Viele Male hat er die Stadt besucht, wohnt in prachtvollen Hotels und düsteren Apartments, huldigt den Malern und Schriftstellern, die hier lebten und arbeiteten, beobachtet den drohenden Ausverkauf Venedigs ebenso wie das Verhalten der Bewohner und Besucher: klug und selbstironisch, fast zärtlich.
Der große niederländische Autor und Reisende Cees Nooteboom stellt sich die Frage: "Weshalb liebe ich diesen Ort mehr als andere Orte?" In seinen Texten aus drei Jahrzehnten gibt er die Antwort - und setzt Venedig, La Serenissima, ein Denkmal von ungeheurer Strahlkraft.

Sheila Heti, Mutterschaft

erscheint Februar 2019 Info/bestellen
Rowohlt
256 Seiten Fr. 27.50

Was wird gewonnen und was geht verloren, wenn eine Frau sich entschließt, ein Kind zu bekommen? In ihren späten Dreißigern, als die Freundinnen sich fragen, wann sie endlich Mutter werden, fragt Sheila Heti sich, ob sie es überhaupt werden will. In einer mehrere Jahre umspannenden Selbsterkundung, mal hierhin, mal dorthin gezogen von ihren Mitmenschen, ihrem Partner und den Verpflichtungen gegenüber ihren jüdischen Vorfahren, versucht sie eine weise und moralische Entscheidung zu treffen. Nachdem Philosophie, ihr Körper, die Mystik und der Zufall nicht geholfen haben, findet sie die Antwort viel näher bei sich.
"Diese Erkundung der moralischen, gesellschaftlichen und psychologischen Beziehung der modernen Frau zur Mutterschaft ist eine Erleuchtung, eine Provokation und - endlich - eine Antwort auf die neuen Normen der Weiblichkeit", schrieb Bestsellerautorin Rachel Cusk über Mutterschaft, und Elif Batuman: "Ich bin mir sicher, dass dieses Buch vielen verschiedenen Menschen viel bedeuten wird - so, als hätte Sheila Heti tatsächlich ein menschliches Wesen geboren, wenn auch auf unerklärlich andere Weise. Und das ist nur eine der vielen Paradoxien, vor denen dieses mutige, notwendige und visionäre Buch nicht zurückscheut."
Mutterschaft ist couragiert, tief empfunden und so originell, dass es jede Debatte über Weiblichkeit, Elternschaft und unseren Lebenssinn bereichern wird.

Edouard Louis, Wer hat meinen Vater umgebracht

erscheint Januar 2019 Info/bestellen
S.Fischer
80 Seiten Fr. 20.00

Ein zorniger junger Autor auf Erfolgskurs - ein emotionales, persönliches und hochpolitisches Buch
»Literatur muss kämpfen - für all jene, die selbst nicht kämpfen können.« Édouard Louis
»An meine Kindheit habe ich keine einzige glückliche Erinnerung« lautet der erste Satz in Edouard Louis' Roman »Das Ende von Eddy«. In seinem neuen Buch »Wer hat meinen Vater umgebracht« sieht Louis das anders, mittlerweile versteht er die Gewaltausbrüche seines Vaters, der unter der sozialen Ungerechtigkeit einer Gesellschaft leidet, die für Menschen wie ihn keinen Platz hat. Louis erinnert sich an einen liebevollen und fürsorglichen Vater, der seinem Sohn wünscht, aus den einfachen Verhältnissen auszubrechen. Édouard Louis hat es geschafft. Eine überwältigende Hommage an den eigenen Vater und dessen gescheiterte Träume.

Alexandra Holenstein, Das Heinrich-Problem

erscheint Februar 2019 Info/bestellen
S.Fischer Verlag
268 Seiten Fr. 12.50

Rache üben am Mann - was kann schöner sein?
Perfekter Humor für Frauen, die das Leben kennen
Berti Fischer, Frau in den nicht mehr ganz besten Jahren, traut ihren Ohren kaum, als Ehemann Heinrich ihr mitteilt, er habe nicht die Absicht, mit ihr alt zu werden. Bald findet Berti heraus, dass sie nicht die einzige in Heinrichs Umfeld ist, der er übel mitspielt.
Berti sinnt auf Rache. Soll sie sich dafür mit den anderen Frauen um Heinrich verbünden? Was, wenn nicht alle dabei mit offenen Karten spielen und plötzlich lange Verheimlichtes an die Oberfläche drängt? Zwischen Zürich und Ascona am Lago Maggiore schmieden die Frauen ihren Plan. Jetzt hat Heinrich wirklich ein Problem...
Lakonisch, subtil - ein Lesegenuss der feinen Art.

Doris Knecht, Weg

erscheint März 2019 Info/bestellen
Rowohlt
304 Seiten Fr. 27.50

Zwei, die nichts miteinander zu tun haben, auf einer Reise mit unbekanntem Ziel: Eine Frau und ein Mann, die sich kaum kennen und nicht besonders mögen, zwei Verschiedene, die ganz woanders und ganz unterschiedlich leben. Dieser Mann und diese Frau müssen sich gemeinsam auf die Suche machen, nach dem einzigen, was sie im Leben gemeinsam haben: eine Tochter. Schon erwachsen, aber mit psychischen Probleme. Und plötzlich verschwunden.
Heidi verlässt ihr Kleinbürgerparadies bei Frankfurt, Georg seinen österreichischen Landgasthof, wo sie mit ihren neuen Familien leben. Im Flugzeug, auf Booten und auf Mopeds reisen sie durch Vietnam und Kambodscha den Hinweisen auf ihre Tochter hinterher. Die Hindernisse, die sich ihnen in den Weg stellen, stecken auch in ihnen selbst, in ihrer Vergangenheit, in der Unfähigkeit, sich der Gegenwart zu stellen.
Doris Knecht erzählt von Entscheidungen, deren Gewicht nie geringer wird, vom Festhalten und Loslassen, vom Erwachsenwerden und davon, wie man über sich selbst hinauswächst; ein bisschen wenigstens. Ein spannender Roman im kraftvollen Knecht-Sound, der zwei fast fremde Menschen auf eine gemeinsame Mission schickt, mit unsicherem Ausgang.

Eveline Hasler, Tochter des Geldes. Mentona Moser- die
reichste Revolutionärin Europas

erscheint März 2019 Info/bestellen
Nagel & Kimche
200 Seiten Fr. 30.90

Als Eveline Hasler in den 80er-Jahren in die DDR reist, hört sie durch Irmtraud Morgner den Namen Mentona Moser zum ersten Mal. Aus unermesslich reichem Haus stammend, Sozialrevolutionärin und frühe Feministin, hat sie die europäische Welt des 20. Jahrhunderts bewegt - und wurde vergessen. Eveline Hasler, mit ihrer wunderbaren Unmittelbarkeit des Erzählens, spürt diesem Ausnahmeleben einer Unbeugsamen nach und zeichnet ein eindringliches, intimes Porträt. Ein Platz im kollektiven Gedächtnis Europas ist Mentona Moser nun endlich gewiss.

Hildegard Elisabeth Keller, Alfonsina Storni - Distel im Wind

erscheint Januar 2019 Info/bestellen
Limmat Verlag
220 Seiten Fr. 36.50

In Lateinamerika ist die Lyrikerin Alfonsina Storni ein Mythos. Als Tessiner Emigrantenkind wurde sie in Argentinien zur Rebellin, doch ihr Kampf für ein selbstbestimmtes Leben zehrte an ihren Kräften. Unheilbar an Krebs erkrankt, sprang sie am 25. Oktober 1938 in den Südatlantik. Das mit Mercedes Sosa berühmt gewordene Lied ´Alfonsina y el mar´ erzählt von ihrem Selbstmord und besingt ihre Dichtung. Klug, witzig und lebenslustig, sah Alfonsina Storni sich als ´Frau des 20. Jahrhunderts´. Sie arbeitete als Journalistin, Lehrerin und Theaterfrau in Buenos Aires, zog dabei ihren Sohn allein gross und lebte diskret die freie Liebe. Mit Frida Kahlo und Virginia Woolf zählt Alfonsina Storni zu den wichtigsten Frauenstimmen ihrer Generation - in Europa ist sie immer noch kaum bekannt. Hildegard Elisabeth Keller hat ein packendes Porträt dieser faszinierenden Frau geschrieben, die erste Biografie von Alfonsina Storni auf Deutsch.

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