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In
den nächsten Wochen werden viele interessante Bücher erscheinen
- bald werden Sie noch mehr hier finden!
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Andrea
Stoll, Zwei Menschen sind in mir. Ingeborg Bachmann. Die Biografie.
Zum 100. Geburtstag am 25. Juni
Piper
Verlag
400 Seiten Fr. 35.90 |
Fünfzig
Jahre nach ihrem Tod fordern Ingeborg Bachmanns Briefe eine neue
Perspektive auf Leben und Werk dieser Autorin, die uns heute aktueller
denn je erscheint. Andrea Stolls Biografie beleuchtet das unübersehbare
Spektrum Bachmann'scher Ambivalenzen von seinen Ursprüngen
her und führt uns vor Augen, wie diese ikonische Dichterin
in eine Spirale von Selbstinszenierung und Selbstzerstörung
geraten konnte. Dabei stützt Stoll sich neben wissenschaftlichen
Recherchen auf Gespräche mit Zeitzeugen und die Auswertung
jüngst veröffentlichter Briefe und Tagebucheinträge.
Der erfahrenen Bachmann-Forscherin gelingt so eine erste umfassende
Biografie, die viele Rätsel dieses Lebens von den Anfängen
bis zu ihrem Ende offenlegen kann. |
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Gabriela
von Arnim, Abschied leben. Tagebuch eines Zeitgefühls
Rowohlt
Verlag
256 Seiten Fr. 33.50 |
Abschied
ist immer und überall. Jeden Abend nehmen wir Abschied vom
Tag. Jeden Morgen verabschieden wir uns von der Nacht. Wir nehmen
Abschied von Jobs, Jahreszeiten, Wohnungen, Träumen, Städten,
von der Jugend, der Kraft, der Zeit, von unberührter Natur,
von früheren Ichs unserer selbst. Kinder gehen in die Welt,
Eltern in den Tod, Liebhaber zur nächsten Frau oder zum nächsten
Mann. Dem endgültigen Abschied entrinnt ohnehin keiner. 'Manchmal
übe ich sterben', schreibt die Autorin.
Und
nun nehmen wir auch noch Abschied von der Friedensgewissheit und
von der Gewissheit der liberalen Demokratie. Abschiede sind unsere
täglichen Lebensgefährten und Lehrmeister. Aber Abschied
ist nicht nur Verlust und Traurigkeit, Abschied ist auch befreiend.
Viel zu oft vergessen wir den Aufbruch im Abschied. Übersehen
die Freiheit der Ungewissheit.
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Lukas
Bärfuss, Die Königin der Nacht. Ein kurzes Buch über
meine Mutter
Rowohlt Verlag
144 Seiten Fr. 30.90 |
Eine
kleine Stadt in der Schweiz. Ein Haushalt mit einer Frau und ihrem
Sohn. Es gibt keinen Mann, es gibt Männer. Und an Geld herrscht
immer Mangel, an Zärtlichkeit erst recht.
Die
Mutter von Lukas Bärfuss war eine Frau ohne Bildung und ohne
Perspektiven, dafür mit einem unstillbaren Freiheitsverlangen.
Das Kind sah sie als Fessel, sie hatte sich dieses Leben nicht ausgesucht.
Eine Rabenmutter, so nannte sie sich selbst; ihr Sohn landete auf
der Straße. Sie hatte nur die Waffe der Ohnmächtigen,
das böse Maul. Und im Alter blieb ihr kein anderer Ausweg als
die Armutsmigration in die Dominikanische Republik, aus einem der
wohlhabendsten Länder der Welt, in dem der Lebensabend unerschwinglich
für sie war.
Der
Sohn musste sich früh in der Kunst üben, seine Mutter
zu überleben. Und heute stellt er, schreibend sich erinnernd,
die Frage, wo in einem elenden Leben die persönliche Verantwortung
aufhört und die einer ganzen Gesellschaft beginnt.
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Fleur
Jaeggy, Die letzten Tage von Ingeborg.
Suhrkamp
Verlag
45 Seiten Fr. 23.50 |
Fleur
Jaeggy erinnert sich an Ingeborg Bachmann, ihre Weggefährtin,
langjährige Freundin - und große Liebe? -, an das viele,
viel zu wenige gemeinsame Leben, an lichte, unbeschwerte Nähe
und an das schwere Ende Ingeborgs. Und Fleur Jaeggy breitet diese
Erinnerungen so aus, wie nur sie es kann, schonungslos anschaulich,
in zärtlicher Lakonie.Im Sommer 1971 fahren die beiden in einem
roten Alfa Romeo von Rom aus an die toskanische Küste. Der
Plan ist einfach: einen Monat zusammen verbringen, keine Briefe,
keine Anrufe, Meer, Sonne. Sie gehen täglich schwimmen, reden
bis tief in die Nacht. Italo Calvino kommt zu Besuch, Uwe Johnson
schaut vorbei, aber eigentlich sind sie so innig, dass sie niemanden
sonst sehen wollen. Nur knapp zwei Jahre später stirbt Ingeborg
Bachmann und Fleur Jaeggy bleibt in tiefer Trauer zurück. |
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Robert
Seethaler, Die Strasse
Claassen
Verlag
400 Seiten Fr. 34.50 |
Ein
Junge wird vom Jagdfieber gepackt. Ein anderer weiß nicht,
wohin mit seiner Wut. Eine Blumenhändlerin lebt für einen
Mann, der sie nicht einmal sieht. Eine Heimleiterin wacht über
ihre Schützlinge und ist selbst die Einsamste von allen. Ein
Geistlicher kommt seiner Gemeinde abhanden. Sorge rüttelt an
den Bewohnern, Sehnsucht treibt sie nachts auf die Straße,
die Liebe bringt sie um den Verstand. Sie haben Träume und
Geheimnisse. Ihre Wege kreuzen sich täglich, doch was wissen
sie voneinander?
In
seinem neuen Roman verknüpft Robert Seethaler ihre Geschichten
zu einem Mosaik der Augenblicke - und damit des Lebens selbst.
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Seraina
Kobler, Tal der Schwalben
Diogenes
Verlag
352 Seiten Fr. 34.00 |
Die
Schweiz in naher Zukunft: Die Städte sind zusammengewachsen
zur alles beherrschenden 'Metropolitane', während die Alpen
für die Stromversorgung zur Sperrzone erklärt wurden.
Der junge Wissenschaftler Alesch kehrt in sein Heimatdorf Pradetta
zurück, einen abgelegenen Ort im schwindenden Schatten eines
Gletschers. Seltsame Wetterphänomene häufen sich am Berg,
und schon bald ist Alesch hin- und hergerissen zwischen urwüchsiger
Bergwelt und Hoffnung auf Fortschritt. Denn seine so revolutionäre
wie gefährliche Forschung könnte die Antwort auf die Energiekrise
bergen. Und dann ist da noch seine Jugendliebe Annetta ... |
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