In den nächsten Wochen werden diese Bücher erscheinen - dies ist meine Auswahl

Eva-Isabel Schmid, Paracelsus Band 2: die Fragen der Toten. Historischer Roman
folgt nach Erscheinen Mai 2021 Info/bestellen
Piper Verlag
380 Seiten Fr. 22.90

Paracelsus' Suche nach der menschlichen Seele fordert ihren Tribut - der große Roman um den berühmten Arzt für alle Leser von Noah Gordon und Ken Follett
Der junge Paracelsus ist endlich Arzt beider Arzneien. Eines aber lässt ihm keine Ruhe: Er will die menschliche Seele finden. Verfolgt vom uralten Zauberorden des roten Gürtels begibt er sich auf Wanderschaft - quer durch Europa. Immer mit dem Ziel, das Geheimnis doch noch zu lüften. Währenddessen wütet in Basel die Pest. Paracelsus' Freund Caspar muss als Stadtarzt hilflos mitansehen, wie die Seuche Hunderte seiner Patienten dahinrafft. Als sich der nunmehr berühmte Paracelsus zurück in seine Heimat wagt, kommt es im allgemeinen Chaos plötzlich zu einer Reihe von mysteriösen Todesfällen. Verzweifelt sucht Caspar nach dem Mörder. Die ungleiche Freundschaft wird auf ihre größte Zerreißprobe gestellt.
Dies ist Teil 2 der Paracelsus-Reihe

Alexandre Hmine, Milchstrasse

folgt nach Erscheinen Mitte März 2021 Info/bestellen
Rotpunkt Verlag
240 Seiten Fr. 28.00

Ein Junge mit marokkanischen Wurzeln kommt im Tessin zur Welt und wird in die Obhut einer alten Witwe gegeben, Elvezia. Die spricht Dialekt, klappert mit ihren Zoccoli durchs Haus, wärmt dem Jungen die Milch für die Ovomaltine, sie lehrt ihn das Vaterunser und näht jedes Jahr ein neues Karnevalskostüm. Bei Elvezia ist sein Zuhause. Und draußen, da wartet ein ganzes Dorf mit Schnee bis in den Frühling hinein, mit tausend Spielen auf der Piazza, einer Bude im Wald, dem Einkaufsladen, dem Fußballplatz. Als seine Mutter ihn dann das erste Mal mit nach Marokko nimmt, erwartet ihn dort eine andere Familie, die eine fremde Sprache spricht und ihn einem seltsamen Ritual unterzieht. In dem Kind regen sich erste Zweifel. Auf dem Dorffest schmeckt die Wurst nicht mehr; Schweine fressen ihre eigene Kacke, hat die Mutter gesagt. Auch irritierend, dass er plötzlich aus dem Religionsunterricht geholt wird. Und wozu nur soll er Arabisch lernen?Alexandre Hmine lässt mit starken Bildern und Momentaufnahmen eine Kindheit und Jugend vorbeiziehen, in der sich immer mehr ein Zwiespalt auftut. Zwischen zwei Welten hin- und hergerissen, droht der Heranwachsende die Balance zu verlieren, Identität und Zugehörigkeit stehen auf dem Prüfstand. Ein Entwicklungsroman unserer Gegenwart, originell erzählt und preisgekrönt.

Verena Stefan, Ein Riss im Stoff des Lebens

folgt nach Erscheinen Februar 2021 Info/bestellen
Nagel & Kimche
256 Seiten Fr. 27.50

Mit unbestechlicher Ehrlichkeit erzählt Verena Stefan von ihren Erfahrungen, begleitet von Wut und Traurigkeit, aber auch von Liebe und Humor.Vierzehn Jahre lang kämpfte Verena Stefan, nachdem sie 2002 die Diagnose Krebs erhielt. Fast so lange schrieb sie auch über ihre Erfahrungen nicht nur mit der Krankheit, sondern auch als Schweizerin in Kanada, über ihre Beziehung zur Natur und ihr Leben als Autorin, Feministin und Lesbe. Entstanden ist ein literarisches Memoir.Reflexionen auf der physischen, psychologischen und spirituellen Ebene: »Ein Riss im Stoff des Lebens« ist ein literarischer, manchmal sogar lyrischer Text. Mit ihrem letzten Buch spricht Verena Stefan LeserInnen an, die selbst vom Krebs betroffen sind oder andere unterstützen möchten, die mit der Krankheit leben müssen. Sie nimmt auch die sozialen, politischen und philosophischen Komponenten der Erkrankung in den Blick.

Adolf Muschg, Aberleben

folgt nach Erscheinen Februar 2021 Info/bestellen
C.H. Beck
400 Seiten Fr. 32.50

Man kann Adolf Muschgs neuen Roman als fortgesetzten Versuch des 65jährigen Schriftstellers Peter Albisser lesen, einem Ruf zu folgen. Er soll im Osten Deutschlands eine Weihnachtspredigt halten, und er zweifelt immer mehr, ob er dafür der richtige Mann ist - vielleicht war die Einladung ja an einen verschwundenen Doppelgänger gerichtet.
Glaube, Liebe, Hoffnung sind in A.s Leben von einer Krebsdiagnose verdunkelt. Er hat die Therapie abgesetzt und ist aus seiner Ehe in der Schweiz abgewandert, um in Berlin sein letztes Buch zu schreiben: zur Korrektur eines früheren, in dem er seinen eigenen Doppelgänger, den Gerichtsreporter Sutter, hat umkommen lassen. Nun aber benötigt er Sutters Leben für die Rettung des eigenen, und wer sich mit der Auferstehung von den Toten befasst, kommt an einer frohen Botschaft nicht vorbei. Was tun, wenn sie sich mit der Redlichkeit eines gewöhnlich Sterblichen nicht verträgt? "Worüber man nicht sprechen kann, davon muss man schweigen" - oder schreiben. Muschg führt seinen Doppelgänger über mehrere Stationen - Berlin, Aberleben, Essaouira - in jenen Grenzbereich, wo Leben und Fiktion ihre Plätze tauschen. Auf das, was wir für Wirklichkeit zu halten, uns verpflichtet haben, antwortet die Wahrheit der Erfindung - und beschert der Menschengestalt ihre Erlösung zur literarischen Figur. "Wo alles aufhört, beginnt das Spiel". Es endet überraschend - und in Heiterkeit.

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