In den nächsten Wochen werden viele Bücher erscheinen - dies ist meine Auswahl

Camille Kouchner, Die grosse Familie

folgt nach Erscheinen 24. Mai 2021 Info/bestellen
Blessing Verlag
200 Seiten Fr. 28.90

Sie werden von vielen beneidet: Als Kinder einer erfolgreichen und freiheitsliebenden Frau und eines sozial engagierten "Ärzte-ohne-Grenzen"-Mitbegründers wachsen Camille und ihr Zwillingsbruder zwanglos in einer Welt auf, in der es verboten ist, etwas zu verbieten. Als die Ehe ihrer Eltern zerbricht, bekommen sie einen intelligenten, vermögenden Stiefvater, der sie fördert und beflügelt. Die Sommer der wachsenden Patchworkfamilie im Ferienhaus an der Côte d'Azur mit mondänen Gästen sind Feste der Lebensfreude und aufregender Diskussionen.
Doch als Camille zwölf Jahre alt ist, wird sie zwei Jahre lang Zeugin, wie ihr Zwillingsbruder im Nachbarzimmer von dem Stiefvater missbraucht wird. Angst, Scham und Schmerz lähmen die beiden Geschwister, die noch als Erwachsene darunter leiden, dass sie sich in dieser großen Familie niemandem anvertrauen können.

Gabriela Kasperski, Bretonisch mit Aussicht

folgt nach Erscheinen 22. April 2021 Info/bestellen
Emons Verlag
256 Seiten Fr. 15.00

Ein stimmungsvoller Kriminalroman mit Tiefgang.
Tereza Berger, Buchhändlerin mit Kampfgeist, will eine verschwundene Nonne rehabilitieren, die verdächtig ist, ihre singenden Kolleginnen, die Bergamottes de Camaret, und eine Pariser TV Crew mit einer Fischsuppe vergiftet zu haben. Dumm nur, dass Tereza als Köchin engagiert war und deshalb selbst zum Kreis der Verdächtigen gehört. Damit nicht genug, stößt sie am Strand auf einen Toten. Der ehemalige Marineadmiral war eine bretonische Berühmtheit. Hängen die beiden Fälle zusammen? Terezas Nachforschungen führen sie zu einer geheimnisvollen Grotte - und weit zurück in die Vergangenheit.

Eva-Isabel Schmid, Paracelsus Band 2: die Fragen der Toten. Historischer Roman
folgt nach Erscheinen Mai 2021 Info/bestellen
Piper Verlag
380 Seiten Fr. 22.90

Paracelsus' Suche nach der menschlichen Seele fordert ihren Tribut - der große Roman um den berühmten Arzt für alle Leser von Noah Gordon und Ken Follett
Der junge Paracelsus ist endlich Arzt beider Arzneien. Eines aber lässt ihm keine Ruhe: Er will die menschliche Seele finden. Verfolgt vom uralten Zauberorden des roten Gürtels begibt er sich auf Wanderschaft - quer durch Europa. Immer mit dem Ziel, das Geheimnis doch noch zu lüften. Währenddessen wütet in Basel die Pest. Paracelsus' Freund Caspar muss als Stadtarzt hilflos mitansehen, wie die Seuche Hunderte seiner Patienten dahinrafft. Als sich der nunmehr berühmte Paracelsus zurück in seine Heimat wagt, kommt es im allgemeinen Chaos plötzlich zu einer Reihe von mysteriösen Todesfällen. Verzweifelt sucht Caspar nach dem Mörder. Die ungleiche Freundschaft wird auf ihre größte Zerreißprobe gestellt.
Dies ist Teil 2 der Paracelsus-Reihe

Adolf Muschg, Aberleben

folgt nach Erscheinen 15. Juli 2021 Info/bestellen
C.H. Beck
400 Seiten Fr. 32.50

Man kann Adolf Muschgs neuen Roman als fortgesetzten Versuch des 65jährigen Schriftstellers Peter Albisser lesen, einem Ruf zu folgen. Er soll im Osten Deutschlands eine Weihnachtspredigt halten, und er zweifelt immer mehr, ob er dafür der richtige Mann ist - vielleicht war die Einladung ja an einen verschwundenen Doppelgänger gerichtet.
Glaube, Liebe, Hoffnung sind in A.s Leben von einer Krebsdiagnose verdunkelt. Er hat die Therapie abgesetzt und ist aus seiner Ehe in der Schweiz abgewandert, um in Berlin sein letztes Buch zu schreiben: zur Korrektur eines früheren, in dem er seinen eigenen Doppelgänger, den Gerichtsreporter Sutter, hat umkommen lassen. Nun aber benötigt er Sutters Leben für die Rettung des eigenen, und wer sich mit der Auferstehung von den Toten befasst, kommt an einer frohen Botschaft nicht vorbei. Was tun, wenn sie sich mit der Redlichkeit eines gewöhnlich Sterblichen nicht verträgt? "Worüber man nicht sprechen kann, davon muss man schweigen" - oder schreiben. Muschg führt seinen Doppelgänger über mehrere Stationen - Berlin, Aberleben, Essaouira - in jenen Grenzbereich, wo Leben und Fiktion ihre Plätze tauschen. Auf das, was wir für Wirklichkeit zu halten, uns verpflichtet haben, antwortet die Wahrheit der Erfindung - und beschert der Menschengestalt ihre Erlösung zur literarischen Figur. "Wo alles aufhört, beginnt das Spiel". Es endet überraschend - und in Heiterkeit.

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