In den nächsten Wochen werden diese Bücher erscheinen - dies ist meine Auswahl

Eva-Isabel Schmid, Paracelsus Band 1: Auf der Suche nach der unsterblichen Seele
folgt nach Erscheinen Ende November 2020 Mail bestellen
Piper Verlag
380 Seiten Fr. 24.50

Wer mit dem »Medicus« mitgefiebert und für »Game of Thrones« gebrannt hat, der wird Paracelsus lieben.
Basel im Spätmittelalter auf dem Sprung zur Renaissance. Der junge Medizinstudent Paracelsus und sein Freund Caspar erhalten von der katholischen Kirche eine Sondergenehmigung zum Sezieren von Leichen. Zu nur einem Zweck: Sie sollen die Existenz der menschlichen Seele beweisen. Als der grausame neue Bischof die Macht erlangt, werden die beiden der Ketzerei beschuldigt. Ihre Forschung wird verboten. Während Caspar sein Leben nun der Medizin widmet, wendet sich der ehrgeizige Paracelsus dem Okkultismus zu. Die zwei Freunde finden sich gefangen in einem Netz aus Inquisition, politischen Intrigen und einem blutigen Bürgerkrieg.
Die Fortsetzung des Romans erscheint 2021!

Peter Schneider/Andrea Schafroth, Jungbleiben ist auch
keine Lösung
folgt nach Erscheinen Oktober 2020 Info/bestellen
Zytglogge Verlag
200 Seiten Fr. 32.00

Älter zu werden macht keine Freude. Das gilt für manche schon mit 22, andere haben erst Mühe damit, wenn die Gicht sie plagt. Aber irgendwann, ob mit 45 oder 65, spüren alle, wie das Leben die Richtung wechselt: Es geht nicht mehr scheinbar endlos vorwärts, sondern auf das Ende zu.
Der Psychoanalytiker Peter Schneider und die Journalistin Andrea Schafroth unterhalten sich über die kleinen und grossen Dinge, die einem beim Älterwerden passieren: Sind wir alt, wenn wir uns über Software-Updates ärgern? Gibt es einen 'guten' Tod? Wird die Menopause überschätzt? Warum haben wir keine Lust aufs Altersheim? Ist Sex mit 80 noch empfehlenswert?
Wie in ihrem ersten Dialogbuch 'Cool down - wider den Erziehungswahn' werfen sie Klischees über Bord, hinterfragen fixe Vorstellungen und vermeiden einfache Antworten. Das ist mal lustig, mal nachdenklich, mal überraschend, mal schonungslos - und manchmal auch altersmilde.

Jonas Jonasson, der Massai, der in Schweden noch eine
Rechnung offen hatte
folgt nach Erscheinen Oktober 2020 Info/bestellen
Bertelsmann Verlag
400 Seiten Fr. 30.90

Wunderbar verrückt und respektlos komisch: Profitgieriger schwedischer Galerist, der für Geld über Leichen geht, trifft auf kenianischen Massai-Krieger, der nicht genau weiß, was Geld ist, dafür aber ein millionenschweres Gemälde besitzt ...
In seiner einzigartigen Erzählweise beschreibt Jonasson einen Kultur-Clash der Extraklasse und hält den Menschen den Spiegel vor. Wie in seinen bisherigen Weltbestsellern umgarnt Jonasson seine Leserinnen und Leser mit überbordendem Ideenreichtum und zeichnet seine Figuren mit so viel Witz und Charme, dass es eine wahre Freude ist!

Urs Faes, Untertags

folgt nach Erscheinen Oktober 2020 Info/bestellen
Suhrkamp Verlag
200 Seiten Fr. 28.90

Ein Mann und eine Frau lernen sich in den späten Jahren ihres Lebens kennen und erfahren noch einmal tiefe Zuwendung und Glück, im Alltag und auf Reisen in die Landschaft seiner Jugend - die Rocky Mountains in Wyoming. Doch neben die Freuden treten bald die Gebrechen des Alters, Jakov neigt zunehmend zu Zerstreutheit. Ein Name bleibt aus, ein Termin wird versäumt, ein Kehrichtsack landet im Teich des Nachbarn. Die ärztliche Untersuchung zeigt: Jakovs Gedächtnis ist nicht nur lückenhaft geworden. Seine Orientierung wird weiter schwinden, seine Sprache versiegen. Herta bemüht sich um Zuversicht, aber je mehr Jakov den Bezug zur Welt verliert und von der Vergangenheit eingeholt wird - einer frühen Liebe, dem Zerwürfnis mit dem Vater -, desto mehr braucht auch sie Unterstützung.

Mit großer Zartheit nähert sich Urs Faes einem Paar unter dem Eindruck der Krankheit. Er erzählt von innigen Momenten und wachsender Entfernung, von Fürsorge und Erschöpfung, von der Verunsicherung, wenn einer sich selbst abhandenkommt und lange Verdrängtes plötzlich wieder Gegenwart wird. Und von der Kraft der Einfühlung, einer Verständigung jenseits der Worte.

Adolf Muschg, Aberleben

folgt nach Erscheinen Februar 2021 Info/bestellen
C.H. Beck
400 Seiten Fr. 32.50

Man kann Adolf Muschgs neuen Roman als fortgesetzten Versuch des 65jährigen Schriftstellers Peter Albisser lesen, einem Ruf zu folgen. Er soll im Osten Deutschlands eine Weihnachtspredigt halten, und er zweifelt immer mehr, ob er dafür der richtige Mann ist - vielleicht war die Einladung ja an einen verschwundenen Doppelgänger gerichtet.
Glaube, Liebe, Hoffnung sind in A.s Leben von einer Krebsdiagnose verdunkelt. Er hat die Therapie abgesetzt und ist aus seiner Ehe in der Schweiz abgewandert, um in Berlin sein letztes Buch zu schreiben: zur Korrektur eines früheren, in dem er seinen eigenen Doppelgänger, den Gerichtsreporter Sutter, hat umkommen lassen. Nun aber benötigt er Sutters Leben für die Rettung des eigenen, und wer sich mit der Auferstehung von den Toten befasst, kommt an einer frohen Botschaft nicht vorbei. Was tun, wenn sie sich mit der Redlichkeit eines gewöhnlich Sterblichen nicht verträgt? "Worüber man nicht sprechen kann, davon muss man schweigen" - oder schreiben. Muschg führt seinen Doppelgänger über mehrere Stationen - Berlin, Aberleben, Essaouira - in jenen Grenzbereich, wo Leben und Fiktion ihre Plätze tauschen. Auf das, was wir für Wirklichkeit zu halten, uns verpflichtet haben, antwortet die Wahrheit der Erfindung - und beschert der Menschengestalt ihre Erlösung zur literarischen Figur. "Wo alles aufhört, beginnt das Spiel". Es endet überraschend - und in Heiterkeit.

Vivianne Berg. Das Hinterbliebene. Der Nachlass. Anregungen zur Triage
folgt nach Erscheinen Oktober 2020 bitte mit Mail bestellen
Zocher & Peter
96 Seiten Fr. 28.00

Alles, was einen Menschen im Alltag begleitet hat, bleibt übrig, wenn sie oder er gestorben ist. Die Angehörigen stehen vor einem menschlichen und organisatorischen Desaster. Sie müssen nicht nur mit dem Verlust eines geliebten Menschen fertig werden, sondern auch festlegen, was mit den Dingen geschehen soll, damit die Wohnung oder das Haus für die nächsten bewohnbar wird.Kaum steht endgültig fest, dass nie wieder ein Gespräch mit der Verstorbenen möglich ist, muss der Text der Todesanzeige formuliert werden und es gilt, unzählige administrative Aufgaben, wie Versicherungskündigungen, zu erledigen.Oft muss unter Zeitdruck festgestellt werden, ob der geschichtsträchtige Fauteuil oder die Lieblingstasse des Verstorbenen behaltenswert ist. Denn der grösste Teil von Hinterbliebenem besteht aus abgenutzten Möbeln, getragenen Kleidern, gebrauchten Geräten und Kleinigkeiten. Doch was auf Anhieb wertlos erscheint, muss für die Räumenden keineswegs bedeutungslos sein. Im Gegenteil.«Das Hinterbliebene» soll auf die Räumungszeit vorbereiten und Interessierte auf dem Weg zur angemessenen Entscheidung unterstützen, wenn sie eines Tages rasch entscheiden müssen, welche Frotteetücher, Broschen oder Krawatten sie behalten, verschenken, verkaufen oder entsorgen wollen.

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