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Wir
waren einige Tage an den 61. Solothurner Filmtagen und mein Mann hat seine
Eindrücke hier festgehalten:
Es war ein
voller Erfolg, schon der erste Film «Melodie» von Anka Schmid,
der 1961 in Zürich geborenen erfahrenen Dokumentarfilmerin: Ihr Film
erforscht die faszinierende Kraft des Singens und wie Lieder heilen und
verbinden können: Von einer kurdischen Flüchtlingsfamilie bis
zu einer Sennin, die den Alpsegen singt, von Frühgeborenen im Krankenhaus
bis zu Menschen mit Demenz – der Film zeigt, wie Singen Vertrauen
schafft und Wohlbefinden fördert, sehr berührend.
Vor allem auch derjenige am Sonntagnachmittag: «Mein Freund Barry»,
den alle Familien mit ihren Kindern unbedingt sehen sollten. Die beiden
aus 500 Bewerbenden ausgewählten, jugendlichen Hauptdarsteller Georg
und Resi sind derart überzeugend, obwohl sie erstmals in diesem Familienfilm
auftreten. Begeisternd wie souverän sie mit einem speziell dazu trainierten
Bernhardinerhund Barry in Solothurn auftraten, der auch mit ihnen an der
Präsentation in Solothurn anwesend war.
Dazwischen war «Anders Anders – Was uns verbindet» der
zur Appenzellerin gewordenen chinesischen Filmemacherin Hao Hohl mit seiner
Weltpremiere ein Höhepunkt des Festivals. Unvergesslich die feinen
Schilderungen des Brauchtums, von der Landsgemeinde, über die Trachten
bis zu Integration einer jungen Ukrainerin in dieser so enge Gemeinschaft.
Hoffentlich kommt er auch bald ins Kino.
Praktisch alle gezeigten Filme wurden von der SRG initiiert oder unterstützt,
die dazu letztes Jahr 34 Mio. Franken ausgegeben hat. Das kann sie nicht
mehr, wenn die Halbierungsinitiative der SVP vom Stimmvolk im März
angenommen würde, was nicht nur ein grosser Verlust für unsere
viersprachige Gesellschaft, sondern auch eine Riesengefahr für unsere
Demokratie und Resilienz in Krisenzeiten wäre!
Damit wurden auch im Ausland gedrehte Filme von Schweizern wie «Laundry»
über die Zeit der Apartheid in Südafrika und die Weltpremiere
von «Kalari Kid – She Hits Back» unterstützt: Kalari,
eine der ältesten Kampfsportarten, soll jetzt in Indien Frauen vor
männlicher Gewalt schützen, auch die erst 9-jährige Arushi!
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